Allgemeines zu Arcor
Der Telefon- und DSL-Anbieter Arcor ist nach der Telekom das zweitgrößte Telekommunikationsunternehmen und damit auch der schärfste Konkurrent der deutschen Telekom. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Eschborn beschäftigt rund 3.600 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von über zwei Milliarden Euro.
Unternehmensgeschichte
Ursprünglich entstanden ist Arcor aus einem von Mannesmann und der Deutschen Bank ins Leben gerufene Joint Venture Programm mit dem Namen CNI. Mit dazu kam DBKom, der von der Deutschen Bahn ausgelagerte Telekommunikationsbereich. Aus diesem Zusammenschluss entstand 1996/97 die Mannesmann Arcor AG & Co KG. Doch bereits am 4. Februar 2000 wurde durch eine feindliche Übernahme Mannesmann von Vodafone übernommen. Seitdem lautet der Name Arcor & Co KG und der Begriff Mannesmann ist wenig später von der Bildfläche verschwunden.
Gesellschafter
Vodafone ist mit über 73 % der Anteile der Hauptaktionär von Arcor, es folgen die Deutsche Bahn und die Deutsche Bank.
Niederlassungen
Die Firma hat außer der Hauptstelle in Eschborn noch Niederlassungen in Berlin, Dresden, Essen, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Stuttgart und München. Des Weiteren besteht ein flächendeckendes Betriebsnetz in zahlreichen anderen deutschen Städten.
Tagesgeschäft
Das Tagesgeschäft besteht aus dem Anbieten von Telekommunikationsdienstleistungen wie DSL, Festnetztelefonie und Internet-Telefonie (VoIP). Ende 2006 konnte Arcor rund 1,9 Millionen ISDN-Kunden für sich verbuchen, allein 1,7 Millionen davon beziehen auch ihren DSL-Anschluss über Arcor. Die Produktpalette reicht dabei von DSL-Anschlüssen mit verschiedenen Geschwindigkeiten, zu Telefonanschlüssen bis hin zu IPTV-Angeboten. Das IPTV-Paket beinhaltet 50 TV-Sender plus Pay-TV-Programme und eine Online-Videothek. Darüber hinaus kann der Kunde für einen monatlichen Festpreis mobil in das deutsche Festnetz telefonieren. Gespräche in andere Mobilfunknetze werden getrennt berechnet. Genutzt wird dabei das Netz von Vodafone. Privatkunden bekommen die Leistungen für das Surfen und Telefonieren zu einem monatlichen Festpreis.
Darüber hinaus bietet Arcor auch für Geschäftskunden dementsprechende Kommunikationslösungen. Dazu gehören Internetanschlüsse mit verschiedenen Bandbreiten, Telefon- und Videokonferenzen, Telefonkonferenzen und Servicerufnummer.
Beteiligungen
Arcor ist an weiteren Firmen beteiligt bzw. hat diese bei sich integriert. Dazu zählen:
o.tel.o
Die Firma wurde im November 2001 von Arcor übernommen und gibt es seit dem nicht mehr.
Wücom/Netcom
Arcor besitzt 51 % der Anteile am Würzburger Stadtnetzbetreiber Wücom sowie die Mehrheit der Anteile von Netcom Kassel.
Isis Multimedia Net
Im Dezember des Jahres 2003 übernimmt Arcor die kompletten Anteile der ISIS Multimedia-Net, was zu einem weiteren Ausbau der Wettbewerbsposition geführt hat.
Sponsoring
Arcor engagiert sich zudem noch auf dem sozialen Sektor. Dazu zählt die Initiative "Schau hin", die praktische Tipps für Kinder in Sachen Medien gibt. Ziel dieser Einrichtung ist es, Kindern den Umgang mit dem Internet, den Computern, Mobilfunk und Fernsehen beizubringen. Zu den weiteren Partnern dieser Initiative gehören ARD und ZDF sowie die Programmzeitschrift TV-Spielfilm. Seit der Entstehung dieser Einrichtung im Jahr 2003 ist Arcor ein aktiver Partner.
Namensfindung
Der Name Arcor wurde aus 10.000 internationalen Namenskombinationen herausgefiltert. Ziel war es, den Verbraucher mit einem prägnanten Namen auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich entstand der Name Arcor, der aus der französischen Sprache abgeleitet wurde und so viel wie "goldener Bogen" bedeutet, der eine Brücke zum Verbraucher herstellen soll.
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