DSL-Modem

Oder "Modulator/Demodulator"

Was ist ein DSL-Modem?

Ein DSL-Modem sieht unscheinbar aus, dabei ist es neben dem DSL-Splitter das wichtigste Gerät, um seinen Internet-Anschluss überhaupt nutzen zu können. Etwas vereinfacht ausgedrückt stellt das DSL-Modem überhaupt erst die Verbindung zum Internet her. Da ein Computer Daten auf andere Weise verarbeitet als sie über die Telefonleitung übertragen werden, dient das DSL-Modem als Übersetzer, indem es die Daten für die jeweilige Seite entsprechend umwandelt. Das DSL-Modem besitzt daher auf jeden Fall mindestens zwei Anschlüsse, nämlich einen für den DSL-Splitter und einen weiteren für den Computer, den man mit dem Internet verbinden möchte. Diese Verbindung zum Computer kann dabei je nach Ausführung des DSL-Modems entweder mit einem Netzwerk- oder USB-Kabel erfolgen. Neben diesen externen Lösungen gibt es aber auch interne DSL-Modems in Form von PC-Steckkarten zu kaufen, welche eine platzsparende Alternative darstellen.
DSL Modem


DSL-Modem und DSL-Router im Vergleich

Befindet sich im Haushalt nur ein einziger Computer, reicht ein kostengünstiges DSL-Modem normalerweise aus. Da in der Regel aber mehrere Computer mit einem DSL-Zugang versorgt werden sollen, wird anstatt eines DSL-Modems meist ein DSL-Router eingesetzt. An diesen lassen sich vier bis acht Computer anschließen, was für einen normalen Haushalt mehr als genug ist. Noch mehr Möglichkeiten als ein kabelgebundener Router bietet ein DSL-WLAN-Router, mit dem sich quasi beliebig viele Geräte drahtlos anbinden lassen und damit Zugang zum Internet erhalten. Soll zu einem späteren Zeitpunkt mehr als nur ein Rechner mit DSL versorgt werden, muss man sein DSL-Modem aber nicht gleich entsorgen. Es ist auch möglich, einen einfachen Router bzw. Switch an das DSL-Modem anzuschließen und auf diese Weise ein internes Netzwerk zu realisieren, welches dann für alle angeschlossen Computer einen Internetzugang bereitstellt. Wer ohnehin einen neuen DSL-Vertrag abschließt, kann sein DSL-Modem auch gleich mitbestellen und dabei richtig Geld sparen.

Welche DSL-Modems zurzeit angeboten werden, kann der folgenden Tabelle entnommen werden.

Spezialwissen zum DSL-Modem

Detaillierte Informationen über das DSL-Modem

Das Wort Modem ist ein sogenanntes Kofferwort, da es sich aus den beiden Begriffen Modulator und Demodulator zusammensetzt. „Modulieren“ kommt aus dem Lateinischen und heißt nichts anderes als „verändern“. In der Nachrichtentechnik ist damit die Veränderung eines Trägersignals mit einem Nutzsignal gemeint. Während das Nutzsignal die eigentliche zu übertragende Information (also Daten) enthält, ist das Trägersignal (z.B. eine Sinusschwingung) lediglich dazu da, die Information von A nach B zu transportieren. Will man das Nutzsignal am anderen Ende der Leitung wieder zurückgewinnen, muss man das Trägersignal zurückwandeln, also demodulieren. Ein Modem macht also zweierlei: Es moduliert, wenn es Daten sendet und demoduliert, wenn es Daten empfängt. Es bildet somit eine Schnittstelle zwischen zwei verschiedenen Darstellungsweisen von Informationen.


Und was ist das besondere an einem DSL-Modem?

Da bei DSL ein größerer Frequenzbereich genutzt werden kann als bei der der Datenübertragung über einen analogen oder ISDN-Telefonanschluss, können wesentlich höhere Datenraten erzielt werden. Hinzu kommt, dass bei DSL andere Modulationsverfahren angewandt werden, die die physikalischen Möglichkeiten der Kupferdraht-Telefonleitung besser ausnutzen als bei der alten Technik. Ein DSL-Modem ist also nicht direkt mit einem analogen Modem vergleichbar. Zum Vergleich: Während mit einem analogen Modem maximale Datenraten von 56 kbit/s möglich sind, muss ein aktuelles DSL-Modem mit Datenraten von bis zu 16.000 kbit/s umgehen können.


Wie schließe ich ein DSL-Modem an?

Für den Anschluss des DSL-Modems muss man keinen Techniker kommen lassen, denn es ist kinderleicht. Das DSL-Modem muss nämlich nur mit dem DSL-Splitter und dem Computer verbunden werden. Der Anschluss an den Splitter erfolgt in der Regel mit einem beiliegenden RJ45-Kabel oder mit gewöhnlichem Telefondraht, der in die dafür vorgesehenen Klemmen eingeführt wird. Der PC wird dann mit einem gewöhnlichen Netzwerkkabel angeschlossen. Handelt es sich um ein USB-Modem, erfolgt der Anschluss entsprechend über die USB-Buchse, wobei man allerdings vorher die entsprechenden Treiber installieren sollte.


Was kann ein DSL-Modem und was nicht?

Das DSL-Modem stellt für einen Computer die Verbindung zum Internet her, mehr aber auch nicht. Mit einem Switch lassen sich nun zwar weitere Anschlussmöglichkeiten schaffen, aber die Ideallösung ist das nicht. Wenn klar ist, dass mehrere Computer den DSL-Anschluss nutzen sollen, sollte man sich am besten gleich einen DSL-Router zulegen. Meist gibt es einen DSL-Router ohnehin beim Abschluss eines DSL-Vertrages kostenlos oder zumindest sehr günstig mit dazu, weshalb man diese Gelegenheit nutzen sollte, um gleich auf der sicheren Seite zu sein. Bei den DSL-Komplettangeboten mit Voice-over-IP-Telefonanschluss kommt ohnehin nur ein DSL-Router infrage, da man diesen für den Anschluss des Telefons benötigt.

Ein weiterer Unterschied zum DSL-Router ist, dass sich das DSL-Modem nicht von alleine ins Internet einwählt. Vielmehr muss die Einwahl durch den Computer erfolgen, der an das DSL-Modem angeschlossen ist. Diese Einwahl kann jedoch auch automatisiert werden, sodass sie z.B. automatisch beim Systemstart oder beim Öffnen des Webbrowers erfolgt.