Kategorie-Archiv: DSL Lexikon

ISP

Ein Internet Service Provider (ISP) ist an Anbieter von Diensten im Internet und wird oft auch einfach nur kurz als Provider bezeichnet. Zu den Internet Service Providern zählen Anbieter von Internetanschlüssen (z.B. DSL-Provider), E-Mail-Provider (kostenlose E-Mail-Adressen) und Anbieter von Diensten rund um das Webhosting (Domain-, Web-, und Server-Hosting).

Provider von Internetzugängen sind oftmals gleichzeitig auch Provider von Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz und/oder im Mobilfunk. Von diesen Providern werden daher fast immer günstige Pakete angeboten, die Internet- und Telefonanschluss inkl. Flatrates beinhalten.

Immer wichtiger werden sogenannte Content-Provider, die redaktionelle Beiträge anbieten. Ein Webseitenbetreiber kann diese Inhalte gegen Entgelt auf seiner Seite veröffentlichen. Oftmals übernimmt der Content-Provider auch die Wartung der Inhalte, d.h. der er aktualisiert sie in regelmäßigen Abständen.

IP-TV

IP-TV ist eine neue Dimension des herkömmlichen Fernsehen. Das IP-TV ist dem herkömmlichen Fernsehen in zahlreichen Punkten überlegen. Beim IP-TV hat man zum Beispiel die einmalige Möglichkeit ein zeitversetztes Fernsehen zu genießen. Das so genannte Time Shifting ist sehr beliebt und ermöglicht zum Beispiel das Pausieren von einer laufenden Sendung mit einer Fernbedienung. Neben dem Time Shifting besteht auch die Möglichkeit des Video-on-Demand. Das Video-on-Demand ist eine Time Shifting Funktion, welche es ermöglicht Sendungen und Filme zu sehen, wann immer man möchte. Die meisten Anbieter bieten dazu die Möglichkeit eine Onlinevideothek zu nutzen. T-Home Entertain bietet mit ca. 5000 Titeln ein sehr großes Angebot von Kino Filmen und Klassikern, aber auch zahlreiche andere Anbieter können mithalten.

Ebenfalls bietet IP-TV auch die Möglichkeit interaktiv am Fernsehen teilnehmen zu können. Jederzeit kann man am Fernsehen mit Hilfe des Rückkanals interaktiv am Geschehen teilnehmen.

Ein wesentlicher Vorteil der beim IP-TV genutzt werden kann ist die HD Qualität. Die HD Qualität bietet brillante Farben sowie auch eine sehr hohe Schärfe. Zahlreiche Anbieter ermöglichen heute IP-TV in der hohen HD Qualität. Zusätzlich bietet auch der digitale Video Recorder die Möglichkeit von weiteren Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Spiele sind beim IP-TV momentan noch nicht möglich, jedoch werden derzeit Spiele entwickelt. Die Spiele sollen zur Unterhaltung dienen und ähnlich nach dem Wii Konzept aufgebaut werden. Die IP-TV Games sollen nicht nur Unterhaltung bieten, sondern auch die Interaktivität fördern.

Bevor man sich für einen IP-TV Anbieter entscheidet, sollte man in jedem Fall einen Vergleich durchführen. Ein Vergleich zwischen mehreren Anbietern kann man ganz einfach und schnell im Internet durchführen. Durch einen Vergleich kann man nicht nur viel Geld sparen, sondern auch von dem größtmöglichen Leistungsumfang auf dem Markt profitieren.

IP-TV Angebote gibt es momentan von T-Home und Alice, bei Vodafone ist es für Ende 2010 geplant.

Alice TV

Alice gehört zum HanseNet Unternehmen, eine Tochterfirma der Telefónica und ist der erste wirkliche IPTV-Anbieter in Deutschland. Das Produkt Alice TV, soll das Internetfernsehen in Deutschland aus den Kinderschuhen holen und dem Kunden ein neues Fernseherlebnis bieten. Was die Sendervielfalt betrifft, braucht sich Alice TV nicht hinter Kabel bzw. Satellit zu verstecken. Neben ca. 65 Free-TV-Sender wie z.B. Das Erste, ZDF, Arte, BR, KiKa, 3Sat, Phoenix etc. gibt es ca. 30 Pay-TV-Sender, welche man in verschiedenen Paketen erhält. Zu diesen Sendern gehören z.B. MTV, RTL, ProSieben, Sat 1, Kabel 1, Das Vierte, N24, NTV und DMAX. Viele dieser Sender sind auch in High Definition verfügbar. Zum Beispiel ARD HD, ZDF HD, VOX HD, RTL HD etc. Dazu kommen noch mehrere tausend Filme, die per Video on Demand gekauft und angeschaut werden können. Ein weiterer Vorteil von Alice TV, ist der eingebaute Jugendschutz, der für Eltern eine sehr praktische und sichere Möglichkeit bietet, bestimmte Sender zu sperren. Nicht jugendfreie Sender und Filme werden per PIN-Code gesperrt. Diesen Code können sich Eltern durch ein Altersverifikationssystem generieren lassen.

Alice TV können Sie zu einem bestehenden Alice Fun oder Alice Comfort Paket, für 4,90 € hinzu buchen. Die ersten drei Monate sind hier sogar kostenlos. Das Basispaket enthält die Gratis Kanäle und den TV Anschluss. Das Pay-TV Paket Big Entertain, kostet 14,90 € und bietet fast 40 Sender zusätzlich. Außerdem gibt es noch ein Türk Premium Paket, welches Serien, Fußball und Filme auf Türkisch bietet. Die Preise für Video on Demand Angebote belaufen sich auf 0,90 € – 5,90 €.

Um Alice TV empfangen zu können, benötigt man eine Set-Top-Box. Diese wird direkt von Alice, wahlweise mit oder ohne integrierte Festplatte angeboten. Bei einer Set-Top-Box mit integrierter Festplatte, ist es möglich bis zu 80 Stunden Programm in einer hohen digitalen Qualität aufzunehmen. Man braucht also nicht noch einen teuren Festplattenrekorder dazu kaufen. Die Festplatte erlaubt außerdem, das sogenannte Timeshifting. Damit kann man das laufende TV-Programm pausieren und es zu einem späteren Zeitpunkt wieder fortsetzen. Diese beiden Funktionen unterstützen natürlich High Definition, falls sie das HD Angebot von Alice TV wahrnehmen. Die Set-Top-Boxen, können wahlweise mit oder ohne Festplatte, als Leihgerät genutzt werden oder direkt gekauft werden. Für eine Box mit Festplatte wird eine monatliche Leihgebühr von 8,90 € erhoben. Ohne Festplatte beträgt die Gebühr 2,90 €. Wer direkt eine Box kaufen möchte zahlt für eine Box ohne Festplatte 69,90 € bzw. 229,90 € für eine Box mit Festplatte.

Alice arbeitet stetig an einem Ausbau des Services und bietet derzeit in über 150 deutschen Städten und Gemeinden Alice TV an. Bereits 10 Millionen Haushalte werden von Alice TV unterstützt. Das Angebot wird im Moment nur durch die Deutsche Telekom übertroffen, die ca. 17 Millionen Haushalte erreicht.

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VDSL

Die Abkürzung VDSL steht für Very High Digital Subscriber Line, früher war hierfür die Abkürzung VHDSL. VDSL ist eine DSL Technik, die sehr viel höhere Datenüber die Telefonleitung überträgt als ADSL und ADSL2+. Trotzdem wird auch bei VDSL, wie bei allen anderen DSL Techniken auch die Kupferleitung für das letzte Stück Übertragungsweg zum Kunden genutzt, obwohl sehr oft die Medien davon berichten, dass das letzte Stück Glasfaser sei.

Laut der Internationalen Fernmeldeunion kurz ITU genannt gibt es derzeit zwei verschiedene DSL Standards, zum einen VDSL1 und zum anderen VDSL2.

VDSL1 umfasst viele nicht kompatible DSL Techniken. Hierbei werden Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 52 Mbit/s Downstream und von bis zu 11Mbit/s Upstream erreicht, wobei die Bandbreite der Übertragung sinkt je länger die Anschlussleitung ist. Wenn der Kunde 900 m entfernt zur Vermittlungsstelle wohnt, dann sinkt die Übertragungsrate bereits auf 26 Mbit/s Downstream und 5,5 Mbit/s Upstream. Bei einer Entfernung von rund zwei Kilometern besitzt man quasi die Übertragungsgeschwindigkeit wie bei ADSL. Deshalb darf der Abstand zwischen Vermittlungsstelle und Haushalt des Kunden natürlich nicht zu groß sein. In Großstädten ist dies meistens auch überhaupt kein Problem, denn dort befinden sich genug Vermittlungsstellen. In Kleinstädten, wo es nur eine Vermittlungsstelle gibt, können nur Haushalte in einem bestimmten Radius VDSL1 bekommen. Bei größeren Entfernungen zwischen Vermittlungsstelle und Kunden sind sogenannte Outdoor-DSLAMs erforderlich. Die Anschlüsse in den Vermittlungsstellen und DSLAMs, die zum Kunden führen sind meistens bestehende Telefonkabel, die Anschlüsse vom Netzwerk dagegen sind Glasfaserkabel.
Je nach Anbieter werden beim VDSL1 bis zu vier Frequenzbänder benutzt. Der Leitungscode ist DMT oder QAM, wobei beide nicht kompatibel sind, aber eine gleiche Leistung bringen. Auf der ganzen Welt wurde in vielen Ländern die Nutzung von VDSL ausprobiert, beispielsweise beim Video on Demand oder auch beim Fernunterricht.
Bisher konnte sich der VDSL1 Standard aber noch nicht richtig durchsetzen, was unterschiedliche Gründe hat, wie z.B. die relativ geringe Übertragungsreichweite von VDSL1-DLSAMs. Nur in China, Südkorea, Japan und den USA wird VDSL bereits von vielen Menschen genutzt. Als in Deutschland noch ISDN genutzt wurde um ins Internet zu gehen, gab es in Südkorea bereits ein flächendeckendes VDSL1 Netz, sodass die Südkoreaner bereits zu dem Zeitpunkt 1000mal schneller im Internet unterwegs waren als die Deutschen.

VDSL2 basiert auf dem Discrete Multitone (DMT) Übertragungsverfahren und bietet so Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s sowohl im Up- als auch im Downstream. Die Internationale Fernmeldeunion hat den VDSL2 Standard erst im Jahr 2005 verabschiedet. Dieser Standard baut auf der altbewährten ADSL2+ Technik auf und ist vollständig abwärtskompatibel. VDSL sowie dessen Nachfolgestandard VDSL2 wurden entwickelt um sogenannte Triple-Play Produkte auf den Markt zu bringen. Triple-Play Produkte beinhalten den klassischen Telefonanschluss oder VOIP Telefonie, einen Bandbreitanschluss für Internet und Fernsehen.
Eine wesentliche Neuerung des VDSL2 Standards sind acht unterschiedliche “Profile”. In den einzelnen Profilen ist die jeweilige Grundfrequenz und die erzeugte Signalstärke festgelegt. Durch die unterschiedlichen Parameter in den Profilen gibt es unterschiedliche maximal Übertragungsraten bei den Profilen. Zu dem Profil existiert ein Bandplan, der die Upstream- und Downstreamkanäle verschachtelt und gleichzeitig auch Frequenzbänder für ISDN und POTS freihält. Auf der ganzen Welt gibt es ganz unterschiedliche Bandpläne.
Vor allem die T-com, jetzt T-Home baut sein VDSL2 Netz erheblich aus und dies bereits seit 2006. Das Ausland betrachtet dies mit großem Interesse, da sie alles über den Fortschritt und die Erfahrungen mit VDSL2 Mitbekommen möchten.

Anbieter von VDSL-Tarifen sind Alice, 1&1, Vodafone und T-Home

Internet

Mit dem Internet ist das weltweit offene Netzwerk gemeint, in dem Informationen und Daten ausgetauscht werden können. Die Kommunikation der einzelnen Rechner untereinander erfolgt dabei über Internetprotokolle wie HTTP und TCP.

Der Begriff „Internet“ wird oft gleichbedeutend mit „World Wide Web“ (WWW) verwendet, aber genau genommen ist das WWW nur ein Teilbereich des Internet. Auch verschiedene andere Anwendungsmöglichkeiten wie E-Mail, die Dateiübertragung (Up- und Downloads) und die IP-Telefonie sind Teilbereiche des Internet. Aufgrund der in den letzten Jahren stark gestiegenen Bandbreite von Internetanschlüssen werden auch immer mehr Dienste mit hohem Datenaufkommen genutzt, wie z.B. Videostreams oder IP-TV.

Entstanden ist das Internet aus dem im Jahre 1969 gestarteten ARPANET, das ursprünglich für militärische Zwecke entwickelt wurde. Zunächst wurde es nur für die Vernetzung von großen Institutionen wie Universitäten oder Forschungseinrichtungen eingesetzt und hatte vor allem das Zeil, schnell Informationen austauschen zu können. Die E-Mail war daher die erste wichtige Anwendung des Internet.

Der heutige Name Internet entstand erst 1982, als auf das Übertragungsprotokoll TCP/IP umgestellt wurde und sich zunehmend Unix als Betriebsystem durchsetzte. Richtigen Schub bekam das Internet im Jahre 1993 mit der Veröffentlichung des ersten Browsers mit dem Namen Mosaic. Erst von diesem Zeitpunkt an wurde das Internet für alle interessant und schon bald entstanden die ersten kommerziellen Webseiten. Bereits Ende der 1990er Jahre war das Internet zum Massenmedium geworden und stellt nun einen der wichtigsten Wirtschaftszweig in der der Welt dar.

Siehe auch: E-Mail, IP-Telefonie, WWW, Mosaic

Handy

Mit Handy wird im deutschen Sprachraum ein Mobiltelefon bezeichnet. Obwohl der Begriff den Anschein hat, aus dem englischen Sprachraum importiert worden zu sein, handelt es sich um eine deutsche Sprachschöpfung, also um einen Scheinanglizismus. In England und den USA werden Mobiltelefone mit „cell phone“ oder „mobile (phone)“ bezeichnet.

Damit ein Handy im Mobilfunknetz verwendet werden kann, muss zunächst die SIM-Karte eingesetzt werden. Lediglich Notrufe sind mit einem Handy ohne SIM-Karte möglich. Die SIM-Karte ist meist auch nur innerhalb eines bestimmten Netzes gültig, im Ausland besteht dagegen oft die Wahl, in welchem Roamingnetz telefoniert werden soll.

Heutige Handys sind meist mit einer integrierten Digitalkamera, Spielen und MP3-Player ausgestattet. Geräte, mit denen auch größere Anwendungen möglich sind, z.B. Terminverwaltung oder GPS-Navigation, werden oft als Smartphones bezeichnet.
Zunehmend werden Handys mit einem Touchscreen ausgestattet, der die Bedienung erleichtern soll.

Zum Massenartikel wurde das Handy erst Anfang der 1990er Jahre mit der Einführung des digitalen D-Netzes und des GSM-Standards. Die geringere Sendeleistung im digitalen Netz hatte zur Folge, dass die Handys mit kleineren Akkus auskamen. Schließlich hat die Massenproduktion dazu beigetragen, dass die Preise für Mobiltelefone stark fielen. Da es von Anfang an auch gleich zwei Anbieter von Mobilfunk im D-Netz gab (die Telekom und Mannesmann), sanken die Gesprächsgebühren relativ schnell und das führte dazu, dass bald jeder ein Handy sein eigen nannte.

HBCI

HBCI (Homebanking Computer Interface) ist ein banken- und systemunabhängiger Standard für die Abwicklung von elektronischem Zahlungsverkehr, insbesondere Online Banking. Hauptmerkmal ist der Einsatz eines Kartenlesergerätes und einer Chipkarte, durch die der Bankkunde eindeutig identifiziert werden kann. Zusätzlich muss der Bankkunde seine PIN auf der Tastatur des Lesegerätes eingeben und jeden Auftrag mit einer TAN bestätigen.

Die Sicherheit beim Online Banking wird durch die Authentifizierung mittels Chipkarte gegenüber dem Browser-Banking wesentlich erhöht, allerdings wird HBCI nicht von allen Banken angeboten. Ab der HBCI-Version 3.0 wird der Standard auch als FinTS (Financial Transaction Services) bezeichnet.

Siehe auch: Online Banking

D-Netz

Das D-Netz ist ein digitales Mobilfunknetz, in dem sowohl Sprache als auch Daten übertragen werden können. Es wurde D-Netz getauft, da es direkter Nachfolger des analogen C-Netzes ist.

Das D-Netz basiert auf dem GSM-Standard, der entwickelt wurde, um ein einheitliches europäisches Mobilfunksystem zu schaffen. Mittlerweile wird der GSM-Standard weltweit von mehr als 200 Staaten unterstützt. Durch internationale Roaming-Abkommen ist es möglich, mit einem GSM-Handy in mehr als 130 Ländern zu telefonieren. Zu Zeiten des C-Netzes war Roaming zwar auch schon möglich, aber nur auf sehr wenige Länder beschränkt.

Im Jahr 1992 starteten gleich zwei D-Netze den regulären Betrieb: das D1-Netz der Deutschen Bundespost (heute Telekom) und das private D2-Netz der Mannesmann Mobilfunk GmbH (heute Vodafone). Mannesmann war mit dem D2-Netz der erste private Telefonanbieter in Deutschland. Zum Startzeitpunkt der beiden D-Netze waren auch noch die beiden analogen Vorgängernetze (B- und C-Netz) in Betrieb.

Das D-Netz wurde zum ersten Mobilfunknetz für die breite Masse. Die Mobilgeräte wurden immer kleiner, technisch ausgereifter und vor allem billiger. Mit dem GSM-Standard kam auch die SMS, die ursprünglich als Nebenprodukt konzipiert war, sich aber schnell als wichtiges Medium in der modernen Kommunikation etabliert hat.

Dynamische IP-Adresse

Eine dynamische IP-Adresse wird temporär und automatisch zugewiesen. Der klassische Fall von dynamischer Adressierung ist die automatische Zuweisung einer IP-Adresse bei der Einwahl ins Internet. Sie gilt nur solange die Internetverbindung besteht. Beim nächsten Verbindungsaufbau erhält man eine andere IP-Adresse. Der Vorteil von dynamischer Adressierung ist, dass so viel weniger IP-Adressen benötigt werden als bei fester Adressierung. Das liegt daran, dass nie alle Besitzer von Internetanschlüssen gleichzeitig online sind.

In lokalen Netzwerken werden dynamische IP-Adressen von DHCP-Servern vergeben. Damit werden neu in das Netzwerk eingebundene Rechner automatisch konfiguriert und ihnen muss nicht umständlich auf manuellem Wege eine IP-Adresse zugewiesen werden.

Siehe auch: DHCP

Download

Mit Download bezeichnet man das Runterladen einer Datei von einem Server. Ein Download ist damit das Gegenstück zu einem Upload, dem Hochladen einer Datei vom eigenen Rechner auf einen Server. Der Download benötigt in der Regel wesentlich weniger Zeit als der Upload, da die Download-Bandbreite bei den meisten Internetanschlüssen (insbesondere bei ADSL) um ein vielfaches höher ist als die Upload-Geschwindigkeit.

Siehe auch: Upload

Domain

Die Domain ist der Fachausdruck für das, was umgangssprachlich als Internetadresse bezeichnet wird, also z.B. www.name-der-webseite.de. Die Domain besteht aus mehreren Namensteilen, die durch Punkte voneinander getrennt sind. Der ganz rechts stehende Namensteil (im Beispiel .“de“) stellt dabei die höchste Hierarchieebene innerhalb des Domain-Namensraumes dar. Der eigentliche Name der Webseite wird dann mit Second Level Domain bezeichnet, meist allerdings einfach nur als Domain.

Jede Domain kann auch noch Subdomains (z.B. www.subdomain.name-der-webseite.de) enthalten, die in der Hierarchie dann die Third Level Domain darstellen. Diese Subdomains können ihrerseits wieder Subdomains enthalten. Jeder Namensteil ist damit Subdomain des rechts von ihm stehenden Namensteils.

Von der Domain zu unterscheiden ist die URL. Diese beschreibt die komplette Adresse einer Webseite (inkl. dem vorangestellten „http://“ sowie dem genauen Pfad der HTML-Datei).

DNS

Das Domain Name System (DNS) ist ein wichtiger Dienst im Internet. Er ist für die sogenannte „Auflösung“ einer Domain zuständig. Das DNS besteht aus einer verteilten Datenbank, die mit einem Telefonbuch vergleichbar ist. Zu jeder Domain ist dort die zugehörige IP-Adresse gespeichert. Bei jedem Aufruf einer Internetseite wird die Domain an einen DNS-Server übermittelt, der als Antwort die zugehörige IP-Adresse liefert, durch welche die Verbindung zum Webserver erst aufgebaut werden kann. Wenn es kein DNS gäbe, müsste daher statt der Internetadresse (Domain) die IP-Adresse des Webservers in die Adressleiste des Browsers eingegeben werden.

Das DNS ist somit eine enorme Erleichterung beim Surfen. Aber auch der Betreiber der Webseite hat Vorteile, denn zum einen kann er sich eine prägnante Adresse für seine Webseite einfallen lassen, und zum anderen kann er auch ohne Probleme die IP-Adresse seines Servers ändern, ohne dass der Besucher seiner Seite davon etwas mitbekommt.

Digital

Ein Signal, das digital ist, beschreibt die darin enthaltenen Informationen mathematisch, d.h. als Zahlenfolgen. Auf kleinster Ebene sind das Bitfolgen, also Einsen und Nullen. Im Gegensatz zu einem Analogsignal, das zwischen einem Minimal- und einem Maximalwert jeden beliebigen Wert annehmen kann, gibt es bei einem digitalen Signal nur zwei Zustände (Eins und Null). Alle elektronischen Geräte basieren auf der Digitaltechnik, da nur mit digitalen Signalen Rechenoperationen durchgeführt werden können. Auch auf Speichermedien sind die Informationen digital angeordnet, so z.B. auf einer CD in Form von Erhöhungen und Vertiefungen.

Da digitale Informationen für den Menschen nicht nutzbar (konsumierbar) sind, müssen sie vor der Ausgabe in Analogsignale umgewandelt werden. So werden Audiosignale, die im MP3-Player in digitaler Form abgespeichert sind, durch einen Digital-Analog-Konverter in (analoge) Schallwellen umgewandelt und erst dadurch hörbar gemacht.

Mit „digital“ bezeichnet man in der Umgangssprache auch alles, was mit einem Computer erstellt oder bearbeitet wurde, z.B. ein Textdokument oder ein Foto.

Siehe auch: Analog, Bit, D/A-Wandler, A/D-Wandler

Dienstekennzahl

Die Dienstekennzahl ist eine Ziffernfolge am Beginn einer Rufnummer, an der ein Verbraucher erkennen kann, dass es sich um einen so genannten Mehrwertdienst handelt. So beginnen z.B. Premiumdienste immer mit 0900 oder Telefonauskünfte mit 118.

Nummern, die mit 0180 beginnen, sind so genannte Shared-Cost-Dienste. Das bedeutet, dass sich die angerufene Institution (z.B. eine Behörde oder ein Unternehmen) an den Kosten für den Anruf beteiligt. Die Abrechnung erfolgt dann beispielsweise zum Ortstarif, egal, von wo der Anrufer anruft. Bei 0180-2 bzw. 0180-4-Rufnummern fällt sogar nur ein einmaliges Verbindungsentgelt an, unabhängig von der Gesprächsdauer. Wer eine Telefon-Flatrate ins gesamte deutsche Festnetz hat, ist bei diesen 0180-Rufnummern allerdings im Nachteil, da Sonderrufnummern nicht in der Flatrate enthalten sind und gesondert bezahlt werden müssen.

Nummern mit 0800 kennzeichnen kostenlose Rufnummern (auch als Freephone oder Freecall bezeichnet). Hier trägt der Angerufene die Kosten des Gespräches. Solche Rufnummern finden sich oft bei Hotlines von serviceorientierten, kundenfreundlichen Unternehmen.

Für Mobilfunkverbindungen fallen bei diesem Mehrwertdiensten in der Regel höhere Kosten an, wenn der Anruf vom Festnetz erfolgt. Das betrifft auch die eigentlich kostenlosen 0800-Nummern, die nur in den seltensten Fällen auch über das Mobilfunknetz kostenlos sind.

Eine weitere Dienstekennzahl ist die 0700. Sie kennzeichnet eine persönliche Rufnummer. Sinn und Zweck ist es, dass man unter ein und derselben Rufnummer unabhängig vom tatsächlichen Standort erreichbar sein kann. Von der 0700-Nummer wird zum eigentlichen Standort weitergeleitet. Diese Nummer bleibt auch bei einem Umzug bestehen und man kann die Weiterleitung leicht über den Anruf einer Hotline oder über das Internet ändern. Bei Weiterleitung an einen Festnetzanschluss im Inland werden normalerweise für den Angerufenen keine Gebühren fällig, wohl aber bei Weiterleitung an eine Mobilfunknummer oder einen Anschluss im Ausland.

Dialer

Ein Dialer ist ein Programm, das zum Aufbau eine Internetverbindung eingesetzt wird. So ein Programm wird von Internet Service Providern zur Verfügung gestellt, um dem Kunden die Einwahl ins Internet zu erleichtern. Dialer werden hauptsächlich zum Aufbau einer ISDN- oder Modemverbindung eingesetzt. Es gibt zwar auch Programme für die Einwahl über DSL, diese sind jedoch nicht sehr verbreitet, da die Einwahl meist nicht manuell, sondern automatisch über einen Router erfolgt.

Ein spezieller Dialer wird auch bei einer ISDN- oder Modemverbindung nicht unbedingt benötigt, da ein Wählprogramm schon vom Betriebsystem zur Verfügung gestellt wird (unter Windows kann dieses Programm über die Verbindungseinstellung im Internet Explorer konfiguriert werden).

Dialer kommen auch zum Einsatz, um Mehrwertdienste abzurechnen. Um einen Dienst (z.B. den Besuch einer Erotikseite) nutzen zu können, muss die Einwahl ins Internet über die spezielle Dialer-Software des Anbieters erfolgen. Die Abrechnung erfolgt dann über die Telefonrechnung.

Der Begriff Dialer ist im heutigen Sprachgebrauch aufgrund von vielen Betrugsfällen negativ konnotiert. Durch Schadsoftware wie Trojanern ist es möglich, unbemerkt einen Dialer auf dem Rechner zu installieren, so dass statt der Einwahlnummer des Internetanbieters eine teure 0900-Rufnummer zu einem Mehrwertdienst gewählt wird, die eine sehr hohe Telefonrechnung verursachen kann.

Der Gesetzgeber hat diesen Betrügereien aber einen Riegel vorgeschoben. So sieht das Mehrwertdienstegesetz vor, dass Dialer-Rufnummern grundsätzlich mit 0900-9 beginnen müssen (und somit als solche zu erkennen sind) und die Software vor dem Verbindungsaufbau über die Höhe der Kosten informieren muss. Zudem muss der Dialer bei der Bundesnetzagentur registriert sein. Erfüllen die Dialer diese Kriterien nicht, sind sie illegal und die entstandenen Verbindungskosten müssen nicht bezahlt werden.

Wer mit DSL oder einem anderen Breitbandanschluss surft, ist vor diesen Dealern geschützt, da keine Verbindung zum Telefonnetz besteht. Man sollte es allerdings grundsätzlich vermeiden, den PC dauerhaft mit einem Telefonkabel zu verbinden und es nur bei Bedarf (z.B. Versenden eines Faxes über das Faxmodem) einstecken. Einem weiteren zuverlässigen Schutz vor betrügerischen Dialern ist ein Auftrag an den Internetanbieter, die 0900-Nummern für den Anschluss zu sperren.

DHCP

Netzwerkgeräte, die das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) unterstützen, bekommen von einem DHCP-Server automatisch die Netzwerkkonfiguration (unter anderem eine IP-Adresse) zugewiesen. Dadurch wird die automatische Einbindung eines neuen Gerätes in ein bestehendes Netzwerk ermöglicht, ohne dieses manuell konfigurieren zu müssen. Besonders in großen Netzwerken, in die ständig neue Computer integriert werden sollen (z.B. auf LAN-Partys) sind DHCP-Server unverzichtbar.

DFÜ

Mit DFÜ ist allgemein die Datenfernübertragung zwischen zwei Computern gemeint. Im engeren Sinne versteht man darunter eine Internetverbindung, die über die Einwahl in das Telefonnetz aufgebaut wird. Dazu muss in der Regel eine kostenpflichtige Rufnummer gewählt werden, die ein Internetanbieter zur Verfügung stellt. DFÜ grenzt sich daher von Breitbandverbindungen ab, die meist permanent bestehen beleiben (Standleitung) und für deren Verbindungsaufbau keine Rufnummer gewählt werden muss und auch keine Verbindung in das Telefonnetz zustande kommt.

DFÜ-Verbindungen sind in diesem Sinne (Schmalband-) Internetverbindungen über ein Analog-Modem oder über ISDN, die im Vergleich zu den modernen Breitbandverbindungen nur sehr geringe Übertragungsgeschwindigkeiten bieten.

DECT

DECT steht für „Digital Enhanced Cordless Telecommunications“ (auf dt. „verbesserte schnurlose Telekommunikation“) und ist der aktuelle Standard für schnurlose Telefone. Die Reichweite (die maximale Entfernung eines Mobilgerätes zur Basisstation) erstreckt sich normalerweise auf ca. 200 Meter, manche Geräte bringen es auch auf eine Reichweite von bis zu einem Kilometer. Da die Übertragung der Sprachsignale von den Mobilgeräten zur Basisstation digital erfolgt, ist normalerweise kein Qualitätsverlust des Sprachsignals festzustellen.

Mit vielen modernen DECT-Telefonen ist es auch möglich, Festnetz-SMS zu verschicken. Unterstützt das Gerät des Empfängers diese Funktion nicht, wird ihm die SMS von einer elektronischen Stimme vorgelesen (Text-to-Speech). Normalerweise können nur Mobilgeräte des gleichen Herstellers (oder sogar nur des gleichen Modells) an einer Basisstation betrieben werden. Bei modernen Geräten, die den erweiterten DECT-GAP-Standard unterstützen, können dagegen auch Mobilgeräte anderer Hersteller an der Basisstation angemeldet werden.

Der Frequenzbereich des DECT-Standards liegt in Europa bei 1880–1900 MHz. In Ländern außerhalb Europas wird meist ein anderer Frequenzbereich verwendet, weshalb außereuropäische DECT-Telefone (z.B. aus den USA) in Europa nicht verwendet werden dürfen (und umgekehrt natürlich auch nicht).

Ältere Schnurlose-Telefone, die noch auf einem älteren Standard wie CT1 oder CT2 basieren, dürfen ab dem 1.1.2009 nicht mehr benutzt werden, da deren Frequenzbereiche zukünftig für den Mobilfunk verwendet werden.

D/A-Wandler

Ein D/A-Wandler (Digital-Analog-Wandler) setzt ein digitales Signal in ein analoges um. Die korrekte Bezeichnung ist daher auch Digital-Analog-Umsetzer. Wie ein solches digitales Signal umgesetzt werden soll, ist eine Frage der Interpretation der vorliegenden digitalen Daten. So geht aus einem digitalen Datenstrom, der aus vielen Einsen und Nullen besteht, von sich aus nicht hervor, was für Informationen er in sich birgt. So kann es sich z.B. um Audio- oder um Videodaten handeln. Auch können Daten unterschiedlich kodiert sein. Als Beispiel seien hier die vielen gängigen Videocodecs genannt (z.B. MPEG-2- oder MPEG-4).

Erst durch die Festlegung, wie die digitalen Daten zu interpretieren sind, kann ein D/A-Umsetzer aus dem digitalen Signal ein analoges erzeugen. Solch ein D/A-Umsetzer kann sowohl ein Programmteil einer Software, als auch in einem integrierten Bauteil (IC) realisiert sein. D/A-Umsetzer finden sich in allen Geräten der Unterhaltungselektronik. So z.B. in einem MP3-Player, der aus der einer MP3-Datei (digitale Daten) ein analoges und damit hörbares Audiosignal erzeugt.