D-Netz

Das D-Netz ist ein digitales Mobilfunknetz, in dem sowohl Sprache als auch Daten übertragen werden können. Es wurde D-Netz getauft, da es direkter Nachfolger des analogen C-Netzes ist.

Das D-Netz basiert auf dem GSM-Standard, der entwickelt wurde, um ein einheitliches europäisches Mobilfunksystem zu schaffen. Mittlerweile wird der GSM-Standard weltweit von mehr als 200 Staaten unterstützt. Durch internationale Roaming-Abkommen ist es möglich, mit einem GSM-Handy in mehr als 130 Ländern zu telefonieren. Zu Zeiten des C-Netzes war Roaming zwar auch schon möglich, aber nur auf sehr wenige Länder beschränkt.

Im Jahr 1992 starteten gleich zwei D-Netze den regulären Betrieb: das D1-Netz der Deutschen Bundespost (heute Telekom) und das private D2-Netz der Mannesmann Mobilfunk GmbH (heute Vodafone). Mannesmann war mit dem D2-Netz der erste private Telefonanbieter in Deutschland. Zum Startzeitpunkt der beiden D-Netze waren auch noch die beiden analogen Vorgängernetze (B- und C-Netz) in Betrieb.

Das D-Netz wurde zum ersten Mobilfunknetz für die breite Masse. Die Mobilgeräte wurden immer kleiner, technisch ausgereifter und vor allem billiger. Mit dem GSM-Standard kam auch die SMS, die ursprünglich als Nebenprodukt konzipiert war, sich aber schnell als wichtiges Medium in der modernen Kommunikation etabliert hat.

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