DECT

DECT steht für „Digital Enhanced Cordless Telecommunications“ (auf dt. „verbesserte schnurlose Telekommunikation“) und ist der aktuelle Standard für schnurlose Telefone. Die Reichweite (die maximale Entfernung eines Mobilgerätes zur Basisstation) erstreckt sich normalerweise auf ca. 200 Meter, manche Geräte bringen es auch auf eine Reichweite von bis zu einem Kilometer. Da die Übertragung der Sprachsignale von den Mobilgeräten zur Basisstation digital erfolgt, ist normalerweise kein Qualitätsverlust des Sprachsignals festzustellen.

Mit vielen modernen DECT-Telefonen ist es auch möglich, Festnetz-SMS zu verschicken. Unterstützt das Gerät des Empfängers diese Funktion nicht, wird ihm die SMS von einer elektronischen Stimme vorgelesen (Text-to-Speech). Normalerweise können nur Mobilgeräte des gleichen Herstellers (oder sogar nur des gleichen Modells) an einer Basisstation betrieben werden. Bei modernen Geräten, die den erweiterten DECT-GAP-Standard unterstützen, können dagegen auch Mobilgeräte anderer Hersteller an der Basisstation angemeldet werden.

Der Frequenzbereich des DECT-Standards liegt in Europa bei 1880–1900 MHz. In Ländern außerhalb Europas wird meist ein anderer Frequenzbereich verwendet, weshalb außereuropäische DECT-Telefone (z.B. aus den USA) in Europa nicht verwendet werden dürfen (und umgekehrt natürlich auch nicht).

Ältere Schnurlose-Telefone, die noch auf einem älteren Standard wie CT1 oder CT2 basieren, dürfen ab dem 1.1.2009 nicht mehr benutzt werden, da deren Frequenzbereiche zukünftig für den Mobilfunk verwendet werden.