Dienstekennzahl

Die Dienstekennzahl ist eine Ziffernfolge am Beginn einer Rufnummer, an der ein Verbraucher erkennen kann, dass es sich um einen so genannten Mehrwertdienst handelt. So beginnen z.B. Premiumdienste immer mit 0900 oder Telefonauskünfte mit 118.

Nummern, die mit 0180 beginnen, sind so genannte Shared-Cost-Dienste. Das bedeutet, dass sich die angerufene Institution (z.B. eine Behörde oder ein Unternehmen) an den Kosten für den Anruf beteiligt. Die Abrechnung erfolgt dann beispielsweise zum Ortstarif, egal, von wo der Anrufer anruft. Bei 0180-2 bzw. 0180-4-Rufnummern fällt sogar nur ein einmaliges Verbindungsentgelt an, unabhängig von der Gesprächsdauer. Wer eine Telefon-Flatrate ins gesamte deutsche Festnetz hat, ist bei diesen 0180-Rufnummern allerdings im Nachteil, da Sonderrufnummern nicht in der Flatrate enthalten sind und gesondert bezahlt werden müssen.

Nummern mit 0800 kennzeichnen kostenlose Rufnummern (auch als Freephone oder Freecall bezeichnet). Hier trägt der Angerufene die Kosten des Gespräches. Solche Rufnummern finden sich oft bei Hotlines von serviceorientierten, kundenfreundlichen Unternehmen.

Für Mobilfunkverbindungen fallen bei diesem Mehrwertdiensten in der Regel höhere Kosten an, wenn der Anruf vom Festnetz erfolgt. Das betrifft auch die eigentlich kostenlosen 0800-Nummern, die nur in den seltensten Fällen auch über das Mobilfunknetz kostenlos sind.

Eine weitere Dienstekennzahl ist die 0700. Sie kennzeichnet eine persönliche Rufnummer. Sinn und Zweck ist es, dass man unter ein und derselben Rufnummer unabhängig vom tatsächlichen Standort erreichbar sein kann. Von der 0700-Nummer wird zum eigentlichen Standort weitergeleitet. Diese Nummer bleibt auch bei einem Umzug bestehen und man kann die Weiterleitung leicht über den Anruf einer Hotline oder über das Internet ändern. Bei Weiterleitung an einen Festnetzanschluss im Inland werden normalerweise für den Angerufenen keine Gebühren fällig, wohl aber bei Weiterleitung an eine Mobilfunknummer oder einen Anschluss im Ausland.