DSL

DSL (Abkürzung für Digital Subscriber Line, auf Deutsch „Digitaler Teilnehmeranschluss“) ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene digitale Übertragungstechniken auf Kupferleitungen im Telefonnetz. Oft wird diese Bezeichnung auch als Synonym für alle möglichen Breitband-Internetanschlüsse verwendet, auch wenn dies technisch nicht immer korrekt ist. So bezeichnen einige Anbieter von Kabel-Internet oder Internet über Satellit ihre Breitbandzugänge fälschlicherweise als „DSL“. Die Internetanbieter sind sich dessen wohl bewusst, nutzen den Begriff aber dennoch, da jeder mit dem Begriff „DSL“ einen schnellen Internetzugang mit günstiger Flatrate assoziiert.

Bei DSL handelt es sich um ein Breitband-Übertragungsverfahren. Breitband bedeutet, dass ein höherer Frequenzbereich des Kupferkabels ausgenutzt wird und daher wesentlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten möglich sind als über eine Analogmodem- bzw. ISDN-Internetverbindung. DSL und der Telefonanschluss nutzen dabei unterschiedliche Frequenzbereiche, weshalb es auch bei einem analogen Telefonanschluss möglich ist, gleichzeitig zu surfen und zu telefonieren.

Im Privatkundenbereich ist mit DSL meist die Variante ADSL gemeint. Das A steht dabei für “asymmetrisch” und bedeutet, dass die Down- und Uploadgeschwindigkeit nicht gleich hoch sind. Die Downloadgeschwindigkeit ist in der Regel ca. 10-15-mal höher als die Uploadgeschwindigkeit. Das trägt der Tatsache Rechnung, dass viel mehr Daten aus dem Internet runter- als raufgeladen werden und daher der Download-Kanal großzügiger dimensioniert wurde als der Upload-Kanal. In der Variante SDSL (symmetrisches DSL) sind dagegen Upload- und Downloadgeschwindigkeit gleich hoch. SDSL eignet sich daher besser für Geschäftskunden, die auf eine schnelle Uploadgeschwindigkeit angewiesen sind.

Die maximal mögliche Geschwindigkeit eines DSL-Anschlusses ist davon abhängig, wie weit der Teilnehmeranschluss von der Vermittlungsstelle entfernt ist. Gerade in ländlichen Regionen kann es daher sein, dass nur geringe DSL-Geschwindigkeiten oder manchmal sogar gar kein DSL möglich ist. Oft sind dann aber alternativ andere Techniken, wie z.B. Kabelinternet, verfügbar.

Die höchste für Privatkunden angebotene DSL-Geschwindigkeit beträgt zurzeit 16.000 kBit/s. Damit sind neben schnellen Dateidownloads auch hochauflösende Videostreams (z.B. von Online-Videotheken) möglich. Die neue DSL-Technik VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ermöglicht noch wesentlich höhere Übertragungsraten (bis zu 200 MBit/s), ist jedoch nicht bundesweit verfügbar.

DSL-Anschlüsse werden von allen Anbietern auch in Komplettpaketen zusammen mit einem Telefonanschluss vermarktet. Meist beinhaltet so ein Paket auch eine Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz.

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