Glasfaser

Glasfaserkabel werden als schnelles und störungsresistentes Übertragungsmedium eingesetzt. Dabei werden die Daten als Lichtimpulse über sehr dünne Glasfasern (0,1 bis 0,5 mm Durchmesser) übertragen. Da es kaum Verluste gibt, sind Übertragungsraten von 10 GBit/s bis hin zu mehreren Terabit pro Sekunde möglich. Zugleich ist die Datenübertragung störsicher, denn Licht lässt sich nicht von magnetischen Feldern ablenken. Auch ein Abhören der Signale ist nicht möglich.

Weitere Vorteile von Glasfaserkabeln sind die geringen Abmessungen und das geringere Gewicht im Vergleich zu Kupferkabeln. Ein Glasfaserkabel wiegt nur ca. 1/10 eines Koaxialkabels der gleichen Länge.

Glasfaserkabel werden dort eingesetzt, wo hohe Übertragungsraten notwendig sind, z.B. bei Backbones oder der Verbindung einzelner Teilnetzwerke über nur eine Leitung (siehe hierzu auch: GAN, WAN).

Hergestellt werden Glasfasern, indem geschmolzenes Glas zu langen Fäden gezogen wird.
Dabei besteht eine Faser aus zwei Komponenten: einem Kern und einem Mantel mit einer kleineren Brechungszahl als der Kern. So wird erreicht, dass das Licht vollständig am Übergang zwischen diesen beiden Medien reflektiert wird und nicht aus der Faser austreten kann. Die Glasfaser ist zusätzlich noch von einer Schutzhülle umgeben.

Glasfaser kommt aber nicht nur in der Datenübertragung zum Einsatz, sondern ist auch ein witterungsbeständiges Dämmmaterial (Wärme- und Schalldämmung).