Kategorie-Archiv: DSL Lexikon

D-Kanal

Der D-Kanal (Datenkanal) ist der Kanal, der bei ISDN-Anschlüssen für den Austausch von Steuerinformationen mit der Vermittlungsstelle genutzt wird. Hauptsächliche dienen diese Informationen dem Auf- und Abbau der Verbindung. Es werden aber auch für den Teilnehmer nutzbringende Informationen übermittelt, wie z.B. die Rufnummer des Anrufers oder die Gesprächskosten. Die Datenübertragungsrate im D-Kanal beträgt bei Basisanschlüssen 16 kBit/s bei und bei Primärmultiplexanschlüssen 64 kBit/s.

DSL

DSL (Abkürzung für Digital Subscriber Line, auf Deutsch „Digitaler Teilnehmeranschluss“) ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene digitale Übertragungstechniken auf Kupferleitungen im Telefonnetz. Oft wird diese Bezeichnung auch als Synonym für alle möglichen Breitband-Internetanschlüsse verwendet, auch wenn dies technisch nicht immer korrekt ist. So bezeichnen einige Anbieter von Kabel-Internet oder Internet über Satellit ihre Breitbandzugänge fälschlicherweise als „DSL“. Die Internetanbieter sind sich dessen wohl bewusst, nutzen den Begriff aber dennoch, da jeder mit dem Begriff „DSL“ einen schnellen Internetzugang mit günstiger Flatrate assoziiert.

Bei DSL handelt es sich um ein Breitband-Übertragungsverfahren. Breitband bedeutet, dass ein höherer Frequenzbereich des Kupferkabels ausgenutzt wird und daher wesentlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten möglich sind als über eine Analogmodem- bzw. ISDN-Internetverbindung. DSL und der Telefonanschluss nutzen dabei unterschiedliche Frequenzbereiche, weshalb es auch bei einem analogen Telefonanschluss möglich ist, gleichzeitig zu surfen und zu telefonieren.

Im Privatkundenbereich ist mit DSL meist die Variante ADSL gemeint. Das A steht dabei für “asymmetrisch” und bedeutet, dass die Down- und Uploadgeschwindigkeit nicht gleich hoch sind. Die Downloadgeschwindigkeit ist in der Regel ca. 10-15-mal höher als die Uploadgeschwindigkeit. Das trägt der Tatsache Rechnung, dass viel mehr Daten aus dem Internet runter- als raufgeladen werden und daher der Download-Kanal großzügiger dimensioniert wurde als der Upload-Kanal. In der Variante SDSL (symmetrisches DSL) sind dagegen Upload- und Downloadgeschwindigkeit gleich hoch. SDSL eignet sich daher besser für Geschäftskunden, die auf eine schnelle Uploadgeschwindigkeit angewiesen sind.

Die maximal mögliche Geschwindigkeit eines DSL-Anschlusses ist davon abhängig, wie weit der Teilnehmeranschluss von der Vermittlungsstelle entfernt ist. Gerade in ländlichen Regionen kann es daher sein, dass nur geringe DSL-Geschwindigkeiten oder manchmal sogar gar kein DSL möglich ist. Oft sind dann aber alternativ andere Techniken, wie z.B. Kabelinternet, verfügbar.

Die höchste für Privatkunden angebotene DSL-Geschwindigkeit beträgt zurzeit 16.000 kBit/s. Damit sind neben schnellen Dateidownloads auch hochauflösende Videostreams (z.B. von Online-Videotheken) möglich. Die neue DSL-Technik VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ermöglicht noch wesentlich höhere Übertragungsraten (bis zu 200 MBit/s), ist jedoch nicht bundesweit verfügbar.

DSL-Anschlüsse werden von allen Anbietern auch in Komplettpaketen zusammen mit einem Telefonanschluss vermarktet. Meist beinhaltet so ein Paket auch eine Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz.

C-Netz

Das C-Netz war der Nachfolger des B-Netzes und das letzte analoge Mobilfunknetz. Es war von 1984 bis Ende 2000 in Betrieb. Eine technische Verbesserung gegenüber dem B-Netz war, dass der Teilnehmer im ganzen Bundesgebiet unter einer einzigen Rufnummer (Vorwahl 0161) erreichbar war. Im B-Netz war dies wesentlich unkomfortabler, denn hier musste der Anrufer noch wissen, in welcher der 158 Sendegebiets-Zonen sich der gewünschte Teilnehmer gerade aufhielt. Eine weitere Verbesserung war, dass automatisch von einer Sendestation zur nächsten gewechselt wurde (Handover). Somit brach im C-Netz nicht mehr die Verbindung ab, wenn der Sendebereich verlassen wurde.

Das C-Netz war auch das erste Netz, das die Trennung von Endgerät und Teilnehmeridentität ermöglichte. Ähnlich wie bei den heutigen SIM-Karten konnte eine Magnetkarte in ein beliebiges Endgerät eingeschoben werden. Auch die Geräte wurden kleiner und die ersten wirklich tragbaren Mobiltelefone kamen auf den Markt. Somit war das C-Netz nicht mehr ein reines Autotelefon-Netz wie die beiden Vorgängernetze.

Das C-Netz bot auch eine „Verschlüsselung“, die sogenannte „Sprachverschleierung“. Sie bestand allerdings nur in einer Invertierung des Sprachsignals und konnte daher leicht „geknackt“ werden. Der Teilnehmer hatte sogar die Möglichkeit, bei einer schlechten Verbindung die Sprachverschleierung abzuschalten, um so die Sprachqualität zu verbessern.

Im Vergleich zu den Vorgängern bot das C-Netz eine sehr hohe Kapazität von ca. 850.000 Teilnehmern. Im B-Netz hatte dagegen nur eine Kapazität von ca. 27.000 Teilnehmern, da A-Netz sogar nur von ca. 11.000 Teilnehmern.

Roaming war im C-Netz nur eingeschränkt möglich, da dieses System nur in sehr wenigen Ländern eingesetzt wurde (neben Deutschland nur in Portugal und Südafrika). Der GSM-Standard, der den Durchbruch des Roaming brachte, wurde erst mit dem digitalen Mobilfunk, dem D-Netz, eingeführt.

Das C-Netz wurde am 31.12.2000 endgültig eingestellt und von da an gab es in Deutschland nur noch digitalen Mobilfunk. Dennoch war das C-Netz bis zuletzt sehr beliebt, da es aufgrund des noch schleppenden Ausbaus des D-Netzes eine vergleichsweise gute Übertragungsqualität in ländlichen Regionen bot.

Vergleiche auch die Einträge A-Netz, B-Netz, D-Netz.

Crossover-Kabel

Ein Crossover-Kabel (oder kurz: Crosskabel) ist ein Netzwerkkabel, bei dem an einem Ende bestimmte Adern im Stecker vertauscht sind. Es wird benötigt, um zwei PCs direkt und ohne Umweg über einen Hub oder Switch miteinander zu verbinden und so ein Mini-Netzwerk einzurichten. Ein normales Kabel würde nicht funktionieren, da in diesem Fall die Netzwerkkarten beider Rechner die gleichen Adernpaare des Kabels belegen würden.

Nur wenn Gigabit-Internet verwendet wird, kann auch ein normales Kabel benutzt werden, da hier die Netzwerkkarte selbst erkennt, was für ein Gerät angeschlossen wurde und die Signale dann eventuell intern kreuzt.

Als Alternative zu einem Crossover-Kabel kann auch ein normales Netzwerkkabel zusammen mit einem Crossover-Adapter verwendet werden.

CLIR

Mit der CLIR-Funktion („Calling Line Identification Restriction“) kann die Übermittlung der Rufnummer unterdrückt werden, so dass sie dem Angerufenen nicht angezeigt wird. Dies kann entweder fallweise vor einem Telefonat oder generell erfolgen. Bei genereller Rufnummernunterdrückung besteht aber die Möglichkeit, diese Unterdrückung fallweise wieder aufzuheben. Beim Anruf von Notrufnummern (Polizei, Feuerwehr oder medizinischen Notfalldienste) kann die Rufnummer nicht unterdrückt werden.

Vergleiche hierzu auch: CLIP

CLIP

CLIP steht für „Calling Line Identification Presentation“. Es handelt sich um ein Dienstmerkmal in Telefonnetzen. Dabei wird die Rufnummer des Anrufers im Display des Angerufenen angezeigt. Bei Telefonen mit Telefonbuchfunktion zeigt das Telefon dann auch den zu dieser Nummer hinterlegten Namen im Display an. Vorraussetzung für die Anzeige der Rufnummer ist ein CLIP-fähiges Telefon. Die Übermittlung der Rufnummer ist aber unabhängig davon, ob das Telefon CLIP-fähig ist oder nicht, da die Rufnummer nicht vom Telefon selbst, sondern von der Vermittlungsstelle gesendet wird.

CLIP steht sowohl im digitalen ISDN- als auch im analogen Telefonnetz zur Verfügung. Im ISDN-Netz wird die Rufnummer im D-Kanal übermittelt. Im analogen Netz, in dem es nur einen Kanal gibt, wird die Rufnummer zwischen dem ersten und zweiten Rufsignal übertragen. Daher wird die Nummer auch erst immer nach dem zweiten Klingeln angezeigt.

Wird die Rufnummernübermittlung vom Teilnehmer nicht gewünscht, kann er dies fallweise vor dem Anruf oder auch permanent unterdrücken.

Siehe auch CLIR

Carrier

Carrier („Träger“) ist eine andere Bezeichnung für den Betreiber eines Telefonnetzes. Im Gegensatz zu einem Service Provider verfügt ein Carrier über eine eigene Infrastruktur (Telefonleitungen und die für die Verwaltung des Netzes notwendige Hardware).

Carrier müssen nicht unbedingt große bundesweit agierende Unternehmen (wie z.B. die Telekom, T-Home) sein. Es gibt auch regionale Anbieter von Telefonanschlüssen mit eigener Infrastruktur (oft Tochterunternehmen der örtlichen Stadtwerke). Solche Anbieter werden oft auch als „City-Carrier“ bezeichnet, da sie meist nur innerhalb einer Stadt ihre Dienste anbieten.

In der Datenübertragung bezeichnet man mit Carrier das Trägersignal, auf dem die Informationen übertragen werden. In der Regel ist das eine Sinusschwingung, wie sie auch bei der Übertragung von elektrischer Energie eingesetzt wird. Die Daten werden dabei durch die zeitlichen Änderungen eines Parameters der Trägerfrequenz übermittelt. Das kann die Frequenz, die Phase, das Tastverhältnis oder die Amplitude sein. Diese vom informationstragenden Signal abhängige zeitliche Veränderung des Trägersignals wird Modulation genannt. Die Rückgewinnung des informationstragenden Signals erfolgt dann durch Demodulation.

Cookie

Allgemein ist ein Cookie (engl. für „Plätzchen“ oder „Keks“) ein Datenbankeintrag, den ein Programm vornimmt, um bestimmte Informationen zu speichern. Darin können z.B. bestimme Einstellungen gespeichert werden, die ein Anwender vorgenommen hat und diese beim nächsten Programmstart wieder hergestellt werden sollen.

Meist ist mit einem Cookie aber eine kleine Textdatei gemeint, in angelegt wird, wenn eine Webseite besucht wird. Der Webserver speichert in ihr bestimmte Informationen, um sie bei einem späteren Besuch der Seite wieder auslesen zu können.

Der Webserver hat dabei keinen direkten Zugriff auf die Cookie-Datei, sondern nur über den Webbrowser. Dieser nimmt die Anfragen des Webservers entgegen und schreibt dann die entsprechenden Einträge in den Cookie bzw. liest den Cookie aus und sendet die gespeicherten Informationen an den Webserver.

Cookies dienen dem Webserver vor allem dazu, den Besucher wiederzuerkennen. Das wird bei Online-Shops häufig benutzt, um eine personalisierte Startseite anzuzeigen. Auch Warenkörbe werden häufig über Cookies verwaltet. Einige Webseiten bieten auch die Möglichkeit, sich nicht bei jedem Besuch erneut einloggen zu müssen („eingeloggt bleiben“). Im Cookie werden dann alle notwendigen Informationen gespeichert, um den Benutzer eindeutig identifizieren zu können.

Call-by-Call

Wörtlich übersetzt bedeutet Call-by-CallAnruf für Anruf“. Gemeint ist damit die fallweise Wahl eines Verbindungsnetzbetreibers für jedes einzelne Gespräch bzw. einer Internetverbindung. Die Wahl des Anbieters geschieht dabei über eine Call-by-Call-Vorwahl, die vor die eigentliche Telefonnummer gesetzt wird. In Deutschland erkennt man Call-by-Call-Vorwahlen an dem Muster 010xy bzw. 0100xy.

Genutzt wird Call-by-Call zum einen, um Telefongebühren zu sparen (besonders bei Ferngesprächen gibt es hohe Preisunterschiede) und zum anderen, um eine Internetverbindung aufzubauen, ohne einen Laufzeitvertrag abschließen zu müssen. Sowohl Schmalband-Internetverbindungen (Analog-Modem bzw. ISDN) als auch Breitbandverbindungen sind im Call-by-Call verfügbar (Internet-by-Call bzw. DSL-by-Call).

Die Abrechnung des Telefonats bzw. der Internetverbindung geschieht normalerweise über die Telefonrechnung des Anbieters, der auch den Anschluss bereitstellt. Dieser zieht dann das Geld im Auftrag des Call-by-Call-Anbieters ein und leitet es an diesen weiter.

Bei einigen Call-by-Call-Anbietern ist vor der Nutzung der Call-by-Call-Vorwahl eine vorherige Registrierung notwendig, weil der Anbieter selbst die Rechnung verschickt („Call-by-Call mit Anmeldung“). Meist ist diese Call-by-Call-Variante etwas günstiger, aber auch umständlicher und oft erhält der Teilnehmer dann unerwünschte Werbepost vom Call-by-Call-Anbieter.

Call-by-Call ist meist nur mit Festnetzanschlüssen der Telekom möglich. Nur einige kleinere regionale Festnetzanbieter erlauben die Nutzung von Call-by-Call mit ihren Anschlüssen. Jedoch kann grundsätzlich bei jedem Festnetzanschluss und auch im Mobilfunk das dem Call-by-Call ähnliche „Callthrough“ verwendet werden. Dabei muss zunächst die Rufnummer des Callthrough-Anbieters gewählt werden. Nach einer automatischen Ansage kann dann die eigentliche Rufnummer eingegeben werden. Abgerechnet wird dabei die Verbindung zu dem Callthrough-Anbieter, die während des eigentlichen Telefonats bestehen bleibt. Da die Abrechnung mit der automatischen Ansage beginnt, fallen daher auch Gebühren an, wenn der gewünschte Gesprächspartner gar nicht erreichbar ist.

Da sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk zunehmend kostengünstige Flatrates genutzt werden, nimmt die Bedeutung von Call-by-Call bzw. Callthrough stetig ab. Internet-by-Call wird aber immer noch häufig benutzt, um z.B. Wartezeiten auf einen DSL-Anschluss zu überbrücken.

Erfolgt keine Call-by-Call-Vorwahl, wird über den Netzbetreiber telefoniert, der den Telefonanschluss bereitstellt. Es kann jedoch auch ein Anbieter für bestimmte Gesprächsarten (z.B. Fern- oder Auslandsgespräche) voreingestellt werden. Eine Vorwahl entfällt dann und man telefoniert automatisch über den ausgewählten Netzbetreiber. Man spricht dann von Preselection (siehe dort).

B-Netz

Das B-Netz war ein analoges Mobilfunknetz und von 1972 bis Ende 1994 in Betrieb. Es war der Nachfolger des A-Netzes und stellte damit die zweite Mobilfunkgeneration dar. Im Vergleich zu seinem Vorgänger bot es einige weitreichende Verbesserungen. Der entscheidende Fortschritt war, dass die Verbindungen nun automatisch, also ohne „Fräulein vom Amt“, hergestellt werden konnten.

Dennoch musste auch im B-Netz der Anrufer wissen, in welchem Sendegebiet sich der gewünschte Gesprächspartner befand und dies durch eine bestimmte Vorwahl angeben. Eine Weitervermittlung bei Verlassen des Sendegebietes einer Funkfeststation fand auch nicht statt, so dass das Gespräch abbrach und wieder neu aufgebaut werden musste. Insgesamt gab es in der damaligen Bundesrepublik und West-Berlin 158 Sendegebiets-Zonen. Trotz des Umstandes mit den Funkzonen war im B-Netz sogar Roaming möglich, allerdings nur in Österreich, den Niederlanden und in Luxemburg.

Auch das B-Netz war ein reines Autotelefon-Mobilfunknetz, denn handliche Mobiltelefone gab es noch nicht. Die Endgeräte waren groß und schwer und zudem auch sehr teuer und daher kein Produkt für den Massenmarkt. Die Nutzer des B-Netzes waren deshalb hauptsächlich Politiker, Unternehmer und Prominente.

Anfangs gab es nur 38 Sprechkanäle. Dise Zahl wuchs aber 1980 auf 75 an, da nun die Kanäle des abgeschalteten A-Netzes genutzt werden konnten. Das B-Netz wurde aufgrund dieser Erweiterung in “B/B2-Netz” umbenannt. 1986 erreichte das B/B2-Netz seinen höchsten Ausbaustand mit ca. 27.000 Teilnehmern, wobei es alleine in West-Berlin 1.078 Teilnehmer gab.

Der Nachfolger des B/B2-Netzes war das C-Netz, das am 1. Mai 1985 seinen Betrieb aufnahm. Nach einem parallelen Betrieb beider Netze wurde das B-Netz am 31.12.1994 endgültig abgeschaltet.

Siehe auch: A-Netz, C-Netz, D-Netz

Byte

Ein Byte ist die Zusammenfassung von 8 Bits zu einer Einheit. Da ein Byte theoretisch auch eine andere Anzahl von Bits haben kann, spricht man bei einem Byte aus 8 Bit auch manchmal von einem „Oktett“. Praktisch kommen Bytes mit einer andern Anzahl von Bytes aber kaum vor und daher ist der Begriff „Oktett“ meist auch nur in Fachliteratur zu finden.

Ein Byte kann die Zahlen von 0 bis 255 darstellen. Die Zahl ist dabei so codiert, dass ein Bit die Wertigkeit von 2 hoch n besitzt, wobei n die Werte von 0 bis 7 durchläuft. Das erste Bit hat somit die Wertigkeit 1 (2 hoch 0) und das letzte die Wertigkeit 128 (2 hoch 7). Dabei muss beachtet werden, dass in der Textdarstellung von rechts nach links gezählt wird. Die Bitfolge 01001001 hat somit den Wert 73 (1 + 8 + 64).

Das Byte ist die Standardeinheit zur Bezeichnung von Speicherkapazitäten. Vielfaches eines Bytes werden mit den SI-Präfixen K, M, G und T (Kilobyte, Megabyte, Gigabyte und Terabyte) bezeichnet. Dabei ist die nächst größere Einheit jedoch nicht das 1000- sondern das 1024-fache. So besteht z.B. ein Megabyte aus 1024 Kilobyte. Diese Abweichung ergibt sich dadurch, dass Datenspeicher binär adressiert werden und daher immer nur Speicherkapazitäten möglich sind, die eine Zweierpotenz darstellen, so z.B. 2 hoch 10 (= 1024).

Browser

Der Browser ist das Programm, das Surfen im Internet erst ermöglicht. Er lädt nach Eingabe einer Internetadresse den Quellcode vom Webserver und stellt die Seite dann anhand der HTML-Formatierungsbefehle dar. Zusätzlich bietet ein Browser viele Funktionen, die das Navigieren im Internet erleichtern, z.B. die Anzeige der zuletzt besuchten Seiten (Chronik) oder die Möglichkeit, die Adresse oft besuchter Seiten zu speichern (Bookmarking). Auch werden viele Eingabehilfen geboten, z.B. die Speicherung von Formulardaten und Passwörtern, die dann nicht mehr jedes Mal eingegeben werden müssen.

Da der Browser selbst nur den Text und die Bilder einer Webseite darstellen kann, müssen für die Wiedergabe von Videos, Audiostreams oder Applikationen zusätzliche Plug-ins installiert werden (z.B. die weit verbreiteten Plug-ins Flash und Java).

Browser sind in der Regel kostenlos erhältlich. Sie sind entweder schon auf dem gekauften Rechner vorinstalliert (wie z.B. der Internet Explorer) oder können auf der Webseite des Herstellers runtergeladen werden.

Da immer wieder Sicherheitslücken bekannt werden, über die sich Hacker Zugriff auf den eigenen Computer verschaffen können, ist es ratsam, regelmäßig die aktuellste Browser-Version zu installieren.

Breitband

Im allgemeinen Sprachgebrauch sind mit dem Begriff Breitband üblicherweise Datenverbindungen mit hohen Übertragungsgeschwindigkeiten gemeint, also z.B. DSL-Anschlüsse, Kabel-Internet oder Internet über Satellit. Langsame Internetverbindungen über Analogmodem oder ISDN werden dagegen als Schmalband-Verbindungen bezeichnet. Diese erreichen nur Geschwindigkeiten von 56 kBit/s (Analogmodem) bzw. 128 kBit/s (ISDN mit Kanalbündelung).

Heutige Breitband-Anschlüsse für Privatkunden werden derzeit mit zu 32 MBit/s angeboten und sind damit einige Hundert mal schneller als Schmalbandverbindungen. Die Internetprovider verbessern diese Breitband-Zugänge immer weiter, so dass in naher Zukunft auch Breitband-Anschlüsse mit über 100 MBit/s angeboten werden können.

Von der technischen Seite gesehen bedeutet Breitband, dass ein großer Frequenzbereich des Übertragungsmediums (z.B. des Telefonkabels) ausgenutzt wird und mehrere Datenkanäle gleichzeitig übertragen werden.

bps

bps steht, ebenso wie Bit/s, für „Bit pro Sekunde“ und gibt die Anzahl von Bits an, die in einer Sekunde verarbeitet bzw. übertragen werden. Bei der Datenverarbeitung spricht man von „Bitrate“ (z.B. die Bitrate eines Videostreams), während man bei Übertragungsraten den Begriff „Bandbreite“ benutzt. So wird die Geschwindigkeit von Internetverbindungen üblicherweise in kBit/s (Megabit pro Sekunde) oder MBits/s (Kilobit pro Sekunde) angegeben.

Bit

Ein Bit ist die kleinstmögliche Speichereinheit in der elektronischen Datenverarbeitung. Der Begriff ist eine Wortkreuzung aus den englischen Wörtern „binary“ und „digit“ und bedeutet daher wortwörtlich „Binarziffer“. Binär bedeutet, dass das Bit nur zwei Werte annehmen kann. In der Datenverarbeitung sind das die Zustände Ein / Null, die auch als Ein / Aus bzw. Wahr / Falsch interpretiert werden können.

Um mehr Zahlen als nur Eins und Null darstellen zu können, werden mehrere Bits zu größeren Einheiten zusammengefasst. So bilden 4 Bits ein so genantes „Nibble“, das die Zahlen zwischen 0 und 15 darstellen kann. Am häufigsten ist jedoch die Zusammenfassung von 8 Bits zu einem Byte, das Werte zwischen 0 und 255 annehmen kann. Die Anzahl der darstellbaren Zahlen lässt sich ausrechnen, indem die Zahl 2 mit der Anzahl der Bits potenziert wird. Mit 16 Bits lassen sich somit 65.536 Zahlen binär darstellen (2 hoch 16).

Als Maß für die Geschwindigkeit von Datenübertragungen (z.B. bei DSL Anschlüssen) wird die Anzahl von übertragenen Bits pro Zeiteinheit angegeben (z.B. bps für „Bit pro Sekunde“).

Vergleiche hierzu auch die Einträge Byte und bps.

Basisstation

Eine Basisstation ist die stationäre Einheit eines schnurlosen Telefons (das auch als Funktelefon bezeichnet wird). Die Basisstation ist direkt an die Telefondose angeschlossen und stellt somit das eigentliche Telefon dar. Sie wandelt die Telefonsignale in Funksignale um und tauscht so die Sprachsignale mit dem Mobilgerät aus. Die Basisstation dient meist auch gleichzeitig als Ladestation für das Mobilgerät und bietet in vielen Fällen auch einen integrierten Anrufbeantworter.

Bei vielen Schnurlos-Telefonen ist es möglich, mehre Mobilgeräte an der Basisstation anzumelden. So ist es dann möglich, zwischen diesen Mobilgeräte hausintern (und kostenlos) zu telefonieren.

Der Begriff Basisstation findet auch Verwendung im GSM-Mobilfunknetz. Dort bezeichnet er eine Mobilfunksendeanlage (Base Transceiver Station). Dies dient als Schnittstelle zwischen dem Mobilfunknetz und den mobilen Endgeräten. Diese Basisstationen stehen oft auf größeren Gebäuden und besitzen eine Reichweite von bis zu 35 km. Im UMTS-Netz werden die entsprechenden Stationen mit dem Begriff Node B bezeichnet.

Basisband

Daten werden im Basisband (engl. Baseband) übertragen, wenn der Frequenzbereich von Nutzsignal und Übertragungssignal übereinstimmen. Es findet also keine Modulation statt, also keine Transformation des Signals in einen anderen Frequenzbereich.

Ein Beispiel für die Übertragung von Signalen im Basisband ist ein analoger Telefonanschluss. Das Sprachsignal wird im ursprünglichen Frequenzbereich übertragen, d.h. ein Ton mit der Schallfrequenz von 1500 Hz wird auch auf der Telefonleitung mit einer elektrischen Schwingung von 1500 Hz übertragen.

Im Basisband kann immer nur ein einziger Kanal übertragen werden, auch wenn dieser nicht das gesamte nutzbare Spektrum des Übertragungsmediums ausnutzt. Im Gegensatz dazu können bei Breitband-Verbindungen mehrere Kanäle gleichzeitig übertragen werden, weshalb das Übertragsmedium besser ausgenutzt wird und somit höhere Übertragungsraten erzielt werden können.

Basisanschluss

Als Basisanschluss wird der Standard-ISDN-Anschluss bezeichnet. Er bietet zwei Nutzkanäle (B-Kanäle) mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von je 64 kBit/s und einen Signalisierungskanal (D-Kanal) mit einer Geschwindigkeit von 16 kBit/s. Da es zwei Kanäle gibt, können zwei Gespräche gleichzeitig geführt bzw. auf einer Leitung telefoniert und auf der anderen im Internet gesurft werden. Es ist auch möglich, beide Nutzkanäle zu bündeln, so dass für die Internetverbindung eine Datenrate von 128 kBit/s zur Verfügung steht.

Der Basisanschluss ist vor allem bei Privatpersonen weit verbreitet. Große Unternehmen, in denen viele gleichzeitige Gespräche geführt werden, nutzten dagegen eine andere Variante des ISDN-Anschlusses: den Primärmultiplexanschluss. Er bietet 30 bidirektionale Nutzkanäle und ermöglich so viele gleichzeitige Amtsgespräche.

Vergleiche hierzu auch den Eintrag ISDN.

Bandbreite

Mit der Bandbreite ist umgangssprachlich die maximal mögliche Datenübertragungsrate gemeint. Sie wird in bps oder Bit/s (Bit pro Sekunde) angegeben. Üblich ist auch die Angabe in kBit/s oder MBit/s. Bei DSL-Anschlüssen ist die mögliche Bandbreite stark davon abhängig, wie weit der Teilnehmeranschluss von der Vermittlungsstelle entfernt ist. Eine große Entfernung bedeutet eine starke Dämpfung des Kupferkabels und dies verringert die maximal mögliche Bandbreite.

Technisch gesehen und damit korrekter bezeichnet die Bandbreite den Frequenzbereich, in dem die Datenübertragung stattfindet. Je größer die Bandbreite ist, desto mehr Daten können gleichzeitig übertragen werden. Da somit ein enger Zusammenhang zwischen der Bandbreite und der Datenübertragungsrate besteht, ist die Verwendung von „Bandbreite“ als Synonym für „Datenübertragungsrate“ aber nicht ganz falsch.

Backbone

Ein Backbone (engl. für Rückgrat) ist ein Knotenpunkt in einem Telekommunikationsnetz, in dem mehrere Teilnetze zusammengeführt und somit miteinander verbunden werden. Backbones bilden damit die Hauptstränge, also tatsächlich das Rückgrat, eines Telekommunikationsnetzes.

Aufgrund des hohen Datenaufkommens ist hier eine sehr hohe Bandbreite erforderlich, die durch die Nutzung von schnellen Glasfaserkabeln ereicht wird. Um einen Ausfall von Teilnetzwerken zu vermeiden, sind diese oft über mehrere Leitungen mit dem Backbone verbunden. So können bei einem beschädigten Kabel die Daten entsprechend umgeleitet werden und es kommt dann höchstens zu einer Verlangsamung der Internetverbindung bei den betroffenen Nutzern.