Gerade bei jugendlichen Personen ab 14 Jahren erfreut sich das mobile Internet größter Beliebtheit. In einer Forsa-Umfrage des Branchenverbandes BITKOM wurde festgestellt, dass die innovative Technologie lediglich von einem geringen Teil der Bevölkerung Deutschlands genutzt wird. Der Mobilfunkanbieter Ericsson ließ verlauten, dass die Verwendung des mobilen Internets innerhalb eines Jahres enorm gestiegen sei. Die steigenden Wachstumsraten dieser Technik sind durch neuen Entwicklungen und steigenden Verbindungsgeschwindigkeiten zu begründen.
Umfrage ermittelt, dass lediglich 17 % der Mobiltelefonbesitzer das mobile Internet nutzen
Die Möglichkeiten der Internetnutzung außerhalb der eigenen vier Wände scheinen immens, wenn man betrachtet, dass laut BITKOM rund zehn Millionen Nutzer das Handy für solche Zwecke verwenden. Von dieser Personengruppe nutzen rund acht Millionen Anwender das Netz zum Aufrufen von Internetseiten, wohingegen vier Millionen regelmäßig E-Mails schreiben und versenden. Die erst seit wenigen Jahren bekannten Apps werden von weiteren vier Millionen Mobiltelefonnutzern in Anspruch genommen. Allgemein kann gesagt werden, dass das mobile Internet seine Befürworter in der Altersgruppe der unter 30-Jährigen findet.
Ein Viertel der Handynutzer ab 14 Jahren ist unterwegs online und profitiert von den Vorzügen, wie beispielsweise die sozialen Netzwerke, den E-Mail-Verkehr sowie das Nutzen von Videoplattformen. Das Fortschreiten dieser Technik ist möglich, da die aktuellen Mobiltelefone über ausreichende Hardwarevoraussetzungen verfügen, um solche Multimedia-Anwendungen darstellen zu können. Die Smartphones erscheinen erschwinglich und können in Verträgen für geringe Verkaufspreise erworben werden. BITKOM-Prognosen sagen für das Jahr 2010 einen Verkauf von rund acht Millionen Ausführungen der innovativen Mobiltelefone in Deutschland voraus. Der eigentliche Durchbruch bleibt zurzeit noch aus. Er wird allerdings von vielen Experten in den kommenden Jahren erwartet. Diese Vermutung stützt sich auf die Erscheinung der neuen Datenübertragungstechnik LTE, welche in den nächsten Jahren in Deutschland eingeführt werden soll. In welchen Gebieten dies geschieht, bleibt abzuwarten, da viele Anbieter ländliche Regionen mit einer Unterversorgung von DSL-Anschlüssen und Mobiltelefonnetzen bevorzugt ausbauen möchten.
Die weltweite Inanspruchnahme des mobilen Datenverkehrs überrascht mit hohen Nutzerzahlen
Ein Ende dieses Wachstums ist nicht in Sicht, was nicht zuletzt auf die Forschung an schnelleren Übertragungsstandards und innovative Neuerscheinungen der Smartphones zurückzuführen ist. Der Netzbetreiber und Mobiltelefonhersteller Ericsson verdeutlicht anhand gemessener Daten einen enormen Anstieg der Verwendung des mobilen Datenverkehrs. Nach dieser Analyse wird die mobile Datenübertragung zehnmal häufiger als der Sprachverkehr genutzt. Das Wachstum in diesem Bereich wird deutlich, wenn man betrachtet, dass im zweiten Quartal des Jahres 2010 ein Datenverkehr von rund 225.000 Terabyte pro Monat gemessen wurde. Dieser neue Höchstwert lässt vermuten, wie stark die Nutzung zunehmen wird und dass das Wachstum seinen Zenit noch nicht erreicht hat. Das vollständige Potential wird weltweit erst von zehn Prozent der rund fünf Milliarden Mobilfunknutzern verwendet. Der Trend in diese Richtung wurde bereits im Dezember 2009 registriert, nachdem erstmals deutlich mehr Daten- als Sprachverbindungen festgestellt wurden.
Die vergleichsweise geringe Inanspruchnahme dieser Technik ist nicht ausschließlich durch mangelnde Netzkapazitäten zu begründen. Vielmehr sorgen die von vielen Mobilfunkanbietern angepriesenen Tarifstrukturen für eine Ablehnung dieser Technologie. Rund 68 % der Mobiltelefonnutzer in Deutschland verzichten aufgrund überteuerter und unübersichtliche Tarife auf das mobile Internet. Wird dieses Problem gelöst, können alle Menschen von den Vorzügen dieser innovativen Technik profitieren.


