E- Plus geht bei der kürzlich abgeschlossenen LTE- Auktion als einziger Verlierer hervor. LTE steht für Long Term Evolution und soll der Nachfolger der mobilen Internetfrequenzen HSDPA, UMTS, GPRS und EDGE werden. LTE hat die gleichen Übertragungsstandards wie UMTS / HSDPA nutzt aber Bandbreiten zwischen 1,4 MHz bis 20 MHz. Bei dieser Versteigerung wurden digitale Dividende frei gewordener Frequenzen versteigert die sich für die LTE-Nutzung eignen. Ein Paket einer LTE-Frequenz hat 800 MHz. Neben E- Plus befanden sich auch T- Mobile, o2 und Vodafone unter den Bietern. E- Plus konnte bei der Versteigerung nicht gewinnen, erwarb aber dennoch andere Frequenzen. Aber keiner der sechs vorhandenen LTE-Frequenzen. An die Mitbieter o2, Vodafone und T- Mobile gingen jeweils 2 Pakete. Das Limit das sich E- Plus für diese Pakete gesetzt hat lag bei 500 Mio. Euro.
Diese Auktion der Frequenzen dauerte nun fast vier Wochen. Die Bundesnetzagentur hatte allerdings mit weitaus höheren Geboten gerechnet. Die Gebote die abgegeben wurden lagen in Höhe von 4,38 Mrd. Euro. Gerechnet hatte die Bundesnetzagentur allerdings mit Geboten in Höhe von mindestens fünf Mrd. Euro.
Für E- Plus bedeutet jetzt diese verlorene Auktion nun das sie sich eine neue Strategie überlegen müssen, um weiterhin gegen die Konkurrenz am Markt bestehen zu können. Mit der LTE- Frequenz kann die Konkurrenz nun im Bereich Datendienste eine Datenrate von bis zu 100 Mbit/s anbieten. Die Bieter die nun aber Erfolg hatten und eine LTE- Frequenz ersteigern konnten werden sich zunächst erst mal auf den Ausbau der ländlichen Regionen konzentrieren. Denn in den ländlichen Regionen ist das dringend nötig, da auch immer noch nicht jede Region über einen DSL-Anschluss verfügt. Deshalb kann LTE auch durchaus eine Alternative gegenüber DSL darstellen, da es auch eine höhere Flexibilität bietet, auch wenn in Ballungsräumen bereits 50 Mbit/s oder 100 Mbit/s verfügbar sind


