Da hat sich der Berliner Hersteller AVM mit der neuen Fritzbox 7390 aber gewaltig was einfallen lassen! Vereint doch dieser kleine Kommunikationsexperte durch die verbesserte Hardware und neuer Software eine komplette Datenzentrale: angefangen von Router, Modem bis hin zur Telefonanlage alles in sich.
Als die erste Fritzbox 7170 auf den Markt kam, war die Überraschung groß, denn niemand hatte damit gerechnet, dass es so einfach wäre, ohne riesiges Menüsystem sinnvolle Funktionen einzurichten. Während man früher dazu eine komplizierte ISDN-Anlage benötigte, schaffte es AVM mit der Fritzbox, alle Funktionen über ein Browser-Fenster einzusehen.
Dann brachte der Berliner Hersteller die Fritzbox 7270 auf den Markt, wobei die anfangs einige Probleme bereitete, die jedoch von der Firma schnell behoben werden konnten. Lediglich mit einer Aktualisierung der Betriebssoftware konnte AVM diese Makel beseitigen.
Durch diese Anfangsschwierigkeiten bei der 7270 wartete man nun gespannt, ob auch die Fritzbox 7390 noch unter Kinderkrankheiten leidet. Dass dem nicht so ist, oder nur minimale Verbesserungsvorschläge angebracht wären, zeigt AVM mit diesem Nachfolgemodell.
Vor allem eins haben die Berliner geschafft: Das Modem für VDSL, DSL und auch ADSL2+ ist schnell! Sie ist sozusagen schneller als für die normalen Internetnutzer überhaupt möglich ist. Denn mit 100 MBit/s legt sie eine Geschwindigkeit im Internet vor, die durch die meisten Kabelverbindungen derzeit gar nicht umsetzbar ist. Für die Kabel-TV-Nutzer kann das Modem deaktiviert werden und setzt die Box für Datenweiterleitung und Routing ein. Dies gilt im Übrigen auch für die Surfer über Glasfaser.
Aber auch im Aussehen haben sich die Berliner mächtig ins Zeug geworfen, so wurden die bisherigen drei Stabantennen durch zwei moderne Finne-Antennen ersetzt, wodurch die 7390 viel eleganter erscheint.
Nach wie vor legt AVM viel Wert auf die Verarbeitung und diese kann sich auch sehen lassen.
Neu im Modell sind auch die zwei WLAN-Module, welche unabhängig voneinander auf den Frequenzbändern 2,4 und 5 Gigahertz arbeiten.
Wer seine Fritzbox als Mobilfunk-Router einsetzen möchte, kann dies über einen zusätzlichen UMTS-Stick erledigen. Dies ist für all jene von Vorteil, die auf eine gute Funkversorgung zurückgreifen können. Und weil die neue Fritzbox nicht nur mit EINEM USB-Anschluss sondern mit zwei aufwartet, hat man immer noch die Möglichkeit, den zweiten für eine externe Festplatte oder den Drucker zu benutzen.
Im Privathaushalt oder auch in kleineren Büros ist die Ausstattung der DECT-Basisstation völlig ausreichend, denn hier lassen sich bis zu sechs Schnurlostelefone andocken. Über den Web-Browser erfolgt übrigens die Einrichtung und Bedienung der Anlage und bereitet auch keine Probleme. Gleichzeitig können bis zu fünf Anrufbeantworter installiert werden und die 512 Megabyte ermöglichen eine genügende Kapazität für Nachrichten.
Wer sich Nachrichten per Mail zuschicken lassen möchte, hat nunmehr die Möglichkeit dazu. Ebenso die alten Funktionen wie Anrufweiterleitung oder auch, was für viele ganz angenehm sein mag, Anrufer mit Rufnummern-Unterdrückung auf einen separaten AB weiterzuleiten.
Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass sich Ausstattung und Funktionen von 7390 und dem vorherigen Modell ähneln. Momentan kann die schnelle Hardware noch nicht richtig genutzt werden und es bleibt spannend, wie schnell die Berliner hier reagieren und neue Updates der Software bringen werden.
Alles in allem ist die Fritzbox 7390 eine gute “Kapitalanlage” in unsicheren Zeiten, denn mit einem Preis von ca. 250,- Euro hat man ein klares Votum für die Zukunft gegeben!


