Neues Internetprotokoll IPv6 bald verfügbar

Veröffentlicht am 05.05.2010 von admin
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Der Bedarf an Internetadressen steigt täglich – und das obwohl 85% der Internetadressen bereits vergeben sind. Eine Lösung könnte das neue Internetprotokoll IPv6 sein. Das Berliner Unternehmen AVM hat IPv6 bereits ein Jahr lang getestet und stattet nun seine DSL-Endgeräte wie z.B. die FritzBox mit diesem neuen Internetprotokoll aus.

Dank Dual Stack Technologie Parallelbetrieb von IPv6 und IPv4
Der niederländische DSL-Anbieter XS4ALL stellt als erster Provider Europas IPv6 auch für Heimanwender zur Verfügung. Während der einjährigen Testphase wurde das neue Internetprotokoll zwar in vollem Umfang überprüft und mit einer Firewall ausgestattet, wer jedoch trotzdem noch unsicher ist, kann dank Dual Stack Technologie Ipv6 und IPv4 parallel betreiben.

Bereits 2009 formulierte der deutsche IPv6-Rat einen Nationalen Aktionsplan, um sich für die Einführung von IPv6 stark zu machen. Bis 2010 soll IPv6 nun für rund 21 Millionen Deutsche verfügbar sein, denn das aktuelle Internetprotokoll ist längst überfordert.

Deutlich mehr Internetadressen möglich
Die eigentliche Umstellung auf IPv6 erfolgt erst 2012. Bis dahin werden die Internet-Anbieter den Kunden das neue Internetprotokoll lediglich als Angebot zur Verfügung stellen. Das bisherige Übertragungsprotokoll stellte nur etwa 4 Milliarden Internetadressen zur Verfügung. Im Gegensatz dazu ermöglicht IPv6 die Nutzung von Billionen von Adressen.

Das “Internet der Dinge” bald zum Greifen nah
Um zu Verhindern, dass das Internet in Zukunft in eine Ansammlung verschiedener Unternetze zerbricht, ist die Einführung des neuen Übertragungsprotokolls besonders wichtig. Aus Netzwerksicht kann man laut Experten schon fast von einem “neuen Internet” sprechen. Denn ab sofort gibt es dann nicht nur eine IP-Adresse für ein Netzwerk, sondern mehrere für ein Subnetz. Eine Reihe neuer Anwendungen ist mit IPv6 überhaupt erst möglich, wie z.B. das legendäre “Internet der Dinge”. Hier geht es darum Haushaltsgeräten wie den Kühlschrank oder die Kaffeemaschine mit einer IP-Adresse auszustatten und sie so ein Netzwerk mit einzubinden.

Einen Vorteil bringt das neue Internetprotokoll auch für bereits existierende Dienste wie Peer-to-peer, Videokonferenzen oder VPN. Diese würden laut Fachleuten einfacher werden. Des Weiteren gibt es Pläne zur Internet-Kommunikation über oder mit Fahrzeugen basierend auf IPv6.

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