congstar ab heute ohne ReSale DSL-Anschlüsse

Die Telekom-Marke congstar hat heute, 27.05.2010, die Vermarktung von Resale-DSL-Anschlüssen eingestellt. Hierbei handelt es sich um DSL-Anschlüsse, die zwar unter dem Namen eines anderen Anbieters verkauft, jedoch weiterhin von der Telekom als technischer Partner betrieben werden. Demnach behalten Kunden ihren Telefonanschluss bei der Telekom, empfangen allerdings einen DSL-Anschluss und Rechnungen unter dem Namen eines Providers wie congstar und zahlen meist einen geringeren Preis für diese Datenleitungen als bei einem klassischen Telekom-Anschluss.

Für Bestandskunden der Resale-DSL-Anschlüsse von congstar ändert sich nach dem Wegfallen des Angebotes nichts, diesen stellt das Unternehmen weiterhin die bisherige Verbindung in gewohnter Qualität zur Verfügung. Ebenfalls gibt es keine Änderungen an Komplettanschlüssen oder mobilen Internet-Tarifen. Bei den Komplettanschlüssen unterscheidet congstar zwei verschiedene Modelle: in beiden ist eine Internet-Flat mit bis zu DSL 16000 enthalten, aber nur bei einem auch endloses Telefonieren ins deutsche Festnetz. Den Prepaid-Internet-Stick hat congstar seit April 2010 im Angebot.

In den letzten Jahren gab es einen klaren Trend der Provider, Resale-DSL weniger oder gar nicht mehr anzubieten. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass Lösungen wie Line-Sharing oder Teilnehmeranschlussleitungen die besseren, da unabhängigeren, sind. Beim Line-Sharing wird die sogenannte „Letzte Meile“ des Telefonnetzes in verschiedene Frequenzbänder aufgeteilt, wobei jedes von einem anderen Provider genutzt werden kann. Durch dieses Band wird dann die Internetverbindung geliefert, während die Sprachdienste weiterhin vom etablierten Anbieter bezogen werden. Bei der Teilnehmeranschlussleitung verlegt der Provider direkt ein eigenes Kabel von der Ortsvermittlungsstelle, meist in Besitz der Telekom, zum Einzelanschluss.

Für Kunden ergeben sich durch diesen Trend keine Nachteile, es dürfte sogar zu erwarten sein, dass die Abwicklung verschiedener organisatorischer Vorgänge innerhalb der Provider-Unternehmen schneller durchgeführt werden können, da sie unabhängiger von der Telekom sind. Dies kommt dem Endverbraucher zugute, da die oftmals nicht optimal arbeitende Schnittstelle zwischen Provider und Telekom in der Vergangenheit für lange Wartezeiten zum Beispiel beim Neuanschluss nach Umzug verantwortlich war.

Hier geht´s zu den DSL-Tarifen von congstar

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