Bei einem Anbieterwechsel möchten die potentiellen Interessenten/Kunden gerne ihre Nummer zum neuen Anbieter mitnehmen, denn viele Geschäftsbeziehungen wären nur umständlich zu verändern und im eigenen Betrieb, aber auch im Freundeskreis wäre unnötig Sand im Getriebe.
Deshalb hat o2 sich entschlossen, zum Mai den Kreis der Netzkonkurrenten um 12 neue Anbieter zu erweitern, aus denen der Kunde seine Rufnummer mitnehmen kann. Das betrifft augenblicklich ausschließlich die DSL Kunden. War es bisher nur möglich, Nummern der deutschen Telekom, von Versatel, Net Cologne, Alice, M-Net und Acor/Vodafone zu importieren, können jetzt auch Neukunden, die bisher bei 1&1, Kabel BW, freeneet, Kabel Deutschland, AugustaKom, KielNet, TeleBel, Tiscali, Tropolis, Unitymedia, Versatel oder wilhelm.tel waren , ihre Anschlussnummern mitnehmen, d.h. ihre bisherigen Festnetznummern behalten.
Möglich ist dies erst dadurch geworden, dass die Bundesnetzagentur der Deutschen Telekom neue Entgelte für die Bereitstellung des Vorleistungsprogramms IP Bitstrom Zugang fest vorgegeben hat, die die Telekom von anderen Anbietern, die bei ihr die Bereitsstellungsleitungen (Stand-Alone-Leitungen) monatlich mieten müsssen, verlangen kann. Dieser Preiss liegt fast 1 € tiefer als bisher. Darüber hinaus benötigt der Kunde neben dem DSL Anschluss keinen weiteren Telefonanschluss mehr.Vom IP Bitstromzugang transportiert die Telekom alle Daten zum Breitband PoP, wo er von dem Mitbewerber dann übernommen wird. Dadurch ist es Mitbewerbern möglich, einen Internetzugang anzubieten. Der neue Preis, der sich aus Regulierungen auch anderer Entgelte ergab, ist zunächst einmal bis November 2010 garantiert. Bis dahin soll der Bundesnetzagentur eine breit angelegtee Analyse dazu dienen, neue Regulierungsverfügungen für den IP Bitstrom zu erlassen. Da es bereits im letzten Jahr erhebliche Proteste der Telekom , aber auch der Mitbewerber (so die im “Breko”- Bundesverband für Breitbandkommunikation, gegründet 1999, organisierten 34 Netzbetreiber) angesichts dieser Regelungen der Bundesnetzagentur gab, bleibt abzuwarten wie alle Beteiligten jetzt auf die neuen Regelungen reagieren werden.
Grund der Auseinandersetzungen liegt in der Tatsache, dass viele Netzbetreiber Ihre Kunden (vgl. Kamen, Lünen und Hamm) der Breitbandtechnologie mit der neueren und leistungsfähigeren Glasfasertechnologie ausstatten wollen, z.T. auch schon Gebäude mit der Glasfasertechnologie ausgerüstet haben, aber der Monopolist Telekom das Bereitstellungsnetz nicht entsprechend umrüstet und dennoch derartig hohe Anschlussgebühren verlangt.
o2 weist den Kunden auf ihrer Angebotsseite darauf hin, dass kundenseitig bei einem Festnummernumzug (bis zu 10 Nummern sind möglich umzuziehen) nur ein paar Dinge beachtet werden müssen: die Frage, ob der bisherige Anbieter zu den Unternehmen gehört, für die o2 eine Umzugsmöglichkeit bereitstellt (vgl. oben), die Kündigungsfristen des alten Vertrags, den man aber nicht selbst kündigen soll, sondern dies o2 überlassen soll, damit ein nahtloser Übergang möglich wird. Darüber hinaus die Tatsache, dass am Wohnort DSL (auch schnelles) verfügbar ist. Um dies zu überprüfen stellt o2 auf seiner Homepage einen Verfügbarkeitsrechner bereit. Hat man das alles geklärt, muss man nur noch ein sogenanntes Portierungsformular für DSL ausfüllen, das o2 Neukunden zuschickt. Dorthin überträgt man alle Angaben aus dem alten Vertrag, alles Weitere übernimmt o2 kostenlos. Wenn die Festnetz-Übernahme nicht bei der Neukundenbestellung mitgeteilt wird, ist nachträglich eine Portierung nicht mehr möglich. Insgesamt muss man als Kunde mit einem 3 Wochen Zeitraum rechnen, bis die Übernahme reibungslos erfolgt ist.
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