Hansenet bietet eigene VDSL-Lösung an

Veröffentlicht am 30.08.2010 von admin
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o2 Hansenet (Alice) startet sein eigenes VDSL-Angebot. Dies teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit. Die Tochterfirma des spanischen Anbieters Telefonica o2 setzt auf ein Glasfasernetz. Die Leitungen werden dabei nah an die Haushalte heran gelegt. Das letzte Stück wird aber weiterhin mit einem herkömmlichen Telefonkabel überbrückt. Dadurch können zwar nur Raten von 50 Megabit pro Sekunde erreicht werden und nicht 100 Megabit pro Sekunde wie bei komplett auf Glasfaser basierenden Netzen, doch die bisherige Infrastruktur des Netzes kann beibehalten werden, so Hansenet-Chef Lutz Schüler. Direkte Glasfaseranbindungen sind daher vorerst nicht geplant.
Zunächst wollte Hansenet Anschlüsse der Telekom weiterverkaufen. Dieses Vorhaben wurde jedoch gestoppt und stattdessen auf eine eigene VDSL-Lösung gesetzt. Neben der Telekom und Vodafone ist Hansenet damit das dritte Unternehmen in Deutschland mit einem eigenem VDSL-Angebot. Die Preise für den neuen Anschluss sollen nicht von den bisherigen DSL-Angeboten abweichen. Dadurch wird diese neue VDSL-Lösung zur ernsthaften Konkurrenz für Kabelunternehmen. Diese hatten zuletzt den Telekommunikationskonzernen zahlreiche Kunden abgeworben, da sie oft höhere Bandbreiten zu Verfügung stellen können. Hansenet hat bisher in Deutschland 2,4 Millionen DSL-Kunden und 2,8 Millionen Festnetzkunden. Mit dem neuen Angebot sollen rund 4 Millionen Haushalte erreicht werden. Vertrieben wird das schnelle Internet unter der Marke Alice.
Derzeit wird heftig diskutiert ob Nutzer von datenintensiven Diensten wie Youtube höhere Preise für ihre Anschlüsse zahlen sollten. Skeptiker sehen die Gefahr eines Zwei-Klassen-Systems im Internet. Lutz Schüler ist anderer Meinung: “Wenn wir unterschiedliche Qualität für unterschiedliches Geld verkaufen können, sind wir der Meinung, sollten wir das auch tun.” Am Ende sei man für die Qualität der Netze verantwortlich. Außerdem stelle das Unternehmen viel Kapazität zu attraktiven Preisen zur Verfügung. Um die nötigen Investitionen für den weiteren Ausbau der Netzte für schnelles Internet sicherstellen zu können, benötige man einen fairen Wettbewerb, so Schüler weiter. Man brauche Raum für innovative und marktgerechte Entwicklungen, um dem Kunden innovative und schnelle Netze bieten zu können.

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