Die Telekom verliert nun auch Festnetzkunden

Seit der Öffnung des Telekommunikationsmarktes muss die Deutsche Telekom regelmäßig Rückschläge verzeichnen. Im Mobilfunkmarkt droht der Telekom durch die starke Konkurrenz schon seit einer Zeit ein Verlust vieler Kunden, nun hat sich die Lage auch bei den klassischen Telefonanschlüssen verschärft. Ein Rückgang der Kunden war zwar von zahlreichen Experten erwartet worden, aber nicht in diesen Ausmaßen.

In den Monaten von Juli bis September verlor die Deutsche Telekom 525.000 Kunden im Festnetzbereich. Diese kündigten ihren Anschluss und wechselten zu einem der zahlreichen Konkurrenten, die nicht nur mit guten Leistungen, sondern auch mit sehr guten Preisen locken. Im Vergleich zum letzten Quartal ist die Kündigungsquote bei Festnetzanschlüssen wieder drastisch gestiegen. In dieser Zeit verlor der Bonner Konzern bereits 315.000 Festnetzkunden. Trotz der schon damals hohen Zahlen sah sich der ehemalige Monopolist eher wieder im Aufwind, da dieser Wert seit 2005 für ein Quartal noch der beste Wert war. Dass die Quote im letzten Quartal dann doch erheblich schlechter ist, konnte die Telekom nicht erahnen.

Zu Zeiten ihres Monopols hatte die Deutsche Telekom genügend Kunden und die alleinige Marktführung. Mittlerweile hat die Telekom im Festnetzbereich nur noch 25 Millionen Kunden und es ist mit Sicherheit mit weiteren Rückgängen zu rechnen. Der große Verlust an Kunden im klassischen Geschäftsbereich der Telekom konnte in den letzten Jahren etwas durch den Gewinn von zahlreichen Neukunden im Bereich des Breitbandinternets aufgefangen werden. In den Monaten von Juli bis September stieg die Zahl der von der Telekom betreuten DSL-Anschlüsse um 49.000 an. Insgesamt besitzen 11,84 Millionen Menschen einen Breitbandanschluss bei der Deutschen Telekom. Lauf eigenen Angaben kam das Unternehmen auf einen Marktanteil von stolzen 46 Prozent in diesem Geschäftsbereich.

Neben dem vorteilhaften Geschäft mit DSL-Anschlüssen und Produkten konnte die Deutsche Telekom auch eine große Anzahl ihrer Entertainmentpakete an neue Kunden vertreiben. Ende des Monats September lag die Anzahl von verkauften Paketen, mit denen unter anderem auch IPTV genutzt werden kann bei 1,4 Millionen Kunden. Werden die Wholesale-Anschlüsse mitgerechnet, so kommt das Bonner Unternehmen auf insgesamt 13,88 Millionen Kunden im Breitbandsektor. Gebündelte Anschlüsse verloren bei den Kunden an Beliebtheit, 210.000 Kunden aus diesem Bereich verlor die Deutsche Telekom und kommt mittlerweile auf insgesamt nur noch 1,14 Millionen Kunden.

Bei den entbündelten Anschlüssen verlief es für die Telekom weitaus positiver. Die Anzahl dieser Anschlüsse stieg um 169.000, insgesamt hat das Unternehmen in diesem Bereich 892.000 Kunden. Im dritten Quartal des Jahres konnte die Telekom auch einen Kundenanstieg bei geschalteten Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) verzeichnen, diese stiegen in dieser Zeit um 74.000. Insgesamt hat die Deutsche Telekom in diesem Bereich 9,37 Millionen Kunden.

Der Breitbandsektor ist für die Telekom nicht nur im Inland profitabel, sondern auch in zahlreichen anderen Ländern. Einen Kundenzuwachs konnte das Unternehmen vor allem in Rumänien verzeichnen. Im Laufe der letzten Zeit stieg die Kundenanzahl um 62.000. Auch in anderen Ländern wie Kroatien mit 17.000 Neukunden, Polen mit 4.000 Neukunden, in der Slowakei mit 5.000 Neukunden und in Ungarn mit ganzen 13.000 neuen Anschlüssen konnten Neukunden gewonnen werden. In Griechenland ging die Anzahl der Breitbandanschlüsse durch zahlreiche Kündigungen um 6.000 zurück.

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