Gute Zahlen/Schlechte Zahlen bei der Telekom

Die Deutsche Telekom hat im ersten Quartal 2010 mit 767 Millionen Euro Gewinn deutlich besser gewirtschaftet als im Vorjahr. Damals hatte sie unter anderem durch Abschreibungen auf die Mobilfunktochter in Großbritannien über eine Milliarde Euro Verlust gemacht.

Erfolge konnte die Telekom bei der Vermarktung der Breitband-Anschlüsse verbuchen: Dank 188.000 neuer Anschlüsse klettert die Gesamtzahl der schnellen Internetzugänge über die Telekom nun auf 11,67 Millionen. Der Breitbandmarktanteil der Telekom ist damit seit 2007 stabil bei 46 Prozent.

Im Bereich der Mobilfunk-Vertragskunden verzeichnete sie ebenfalls einen Zuwachs von 1,9 Prozent. Damit zählt die Deutsche Telekom aktuell 17,3 Millionen Vertragskunden im Inland. Bei der Zahl Entertain-Pakete für IPTV-Produkte legte der Bonner Konzern ebenfalls um 130.000 auf 1,2 Millionen zu.

Auch die Zahl der Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) kletterte um 149.000 neue Abschlüsse auf 9,24 Millionen. Unter Teilnehmeranschlussleitungen, auch „letzte Meile“ oder „Amtsleitung“ genannt, versteht man die Leitung von der Ortsvermittlungsstelle des Netzbetreibers bis zum Telefonanschluss im Haushalt des Endkunden. Auf dem hart umkämpften TAL-Markt hat der ehemalige Monopolist gegenüber den Mitbewerbern immer noch deutliche Vorteile, da er TAL-Gebühren für die Anmietung der Leitungen durch die Konkurrenz kassiert. Für die Wettbewerber lohnt es sich nicht, eigene Leitungen bis zum Endkunden zu legen. Diesen positiven Trend bei den Teilnehmeranschlussleitungen konnte die Telekom auch im Ausland feststellen. Dort stieg auch die Zahl der geschalteten TAL auf 1,21 Millionen (+127.000).

Zu den aktivierten TAL-Anschlüssen kommen noch 661.000 entbündelte DSL-Anschlüsse für ALL-IP-Angebote, bei denen ebenfalls ein Plus von 61.000 neuen Anschlüssen zu verzeichnen ist.

Die Zahl der Resale-Anschlüsse ist im ersten Quartal 2010 um 98.000 auf 1,52 Millionen zurückgegangen. Resale-Produkte sind eigentlich T-DSL-Anschlüsse, die von Wettbewerbern der Telekom unter eigenem Namen betrieben werden, damit die Kunden alle Leistungen von einem Anbieter beziehen.

Im Gegensatz zu diesen positiven Entwicklungen lief es im ehemaligen Kerngeschäft der Telekom in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutlich schlechter: Die Zahl der Festnetzkunden bei der Telekom ist erneut um 372.000 Kunden zurückgegangen. Damit haben aktuell noch 25,86 Millionen Kunden ihren klassischen Telefonanschluss bei der Deutschen Telekom. Rückläufige Anschlusszahlen im klassischen Festnetzgeschäft verzeichnet die Telekom auch in Griechenland (-133.000), Rumänien (-55.000), Ungarn (-50.000), Kroatien (-22.000) und in der Slowakei (-8.000).

Telekom-Vorstandsvorsitzender René Obermann will in Zukunft besonders auf mobiles Internet, Breitband und IT-Dienstleistungen setzen.

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