Telekom regiert zu zwei Dritteln den DSL-Markt

Laut einer konkreten Marktstudie zum DSL- und Telefonmarkt legen alternative Anbieter und Kabelnetzbetreiber ganz schön zu, aber die Vorherrschaft der Telekom bleibt ungebrochen.

Während der zwölften gemeinsamen TK-Marktstudie von VATM und Dialog Consult, die in Köln vorgestellt wurde, kamen viele interessante Zahlen zum Vorschein – vor allem, was das Verhältnis der Wettbewerber zum ehemaligen Monopolisten betrifft. Man gebe zu bedenken: Telekom macht dabei so viel Umsatz wie alle Konkurrenten zusammen!

Die anderen DSL- und Telefonanbieter, zum größten Teil vertreten im Verband VATM, können zwar ebenso wie die Kabel Anbieter zunehmend punkten, doch die Marktstudie zeigt zugleich deutlich, dass der Wettbewerb weiterhin einer effektiven Regulierung bedürfe, sagte Gerd Eickers von VATM.
Nach 13 Jahre der vollständigen Liberalisierung wird die Telekom im Festnetzbereich trotz Umsatzeinbußen fast genauso viel umsetzen (ca. 18,1 Milliarden Euro) wie alle Wettbewerber inklusive Kabelanbieter zusammen, so Prof. Dr. Torsten J. Gerpott, der die TK-Marktstudie wie in den Vorjahren zuvor mit der Dialog Consult GmbH im Auftrag des VATM erfasst hat.

DSL Anbieter bleiben weiterhin abhängig von den Telekom-Vorprodukten:

Der Neukundenanteil betrage in dem für die Frage der Marktbeherrschung besonders wichtig DSL-Markt rund zwei Drittel, so der TK-Experte. Weiterhin bestehen würde auch zudem die Abhängigkeit der Wettbewerber von den Vorprodukten des ehemaligen Monopolisten. Im laufenden Jahr müssten die Wettbewerber mit eigener Infrastruktur ca. 65 Cent pro Euro Umsatz an die Telekom durchreichen.”Damit bleiben die an das ehemalige Staatsunternehmen zu zahlenden Vorleistungsentgelte quasi unverändert hoch – und wir tragen dadurch leider erheblich zum Umsatz der Telekom in diesem Bereich bei”, unterstreicht Eickers.

Die Studie sieht weiteren Regulierungsbedarf:

“Dass wir weiterhin einen ‘Schiedsrichter’ in Form des Regulierers auf dem Platz brauchen, zeigte sich in diesem Jahr vor allem bei den Themen VDSL, Schaltverteiler und Qualität bei Wechselprozessen”, so der VATM-Präsident: “Nur durch massive Eingriffe der Bundesnetzagentur konnten beim VDSL-Netz der Telekom Zugangsregelungen und Preise für die Wettbewerber festgelegt werden, bei der Nutzung von Schaltverteilern für den Breitbandausbau Fortschritte und bei der Prozessqualität Verbesserungen erreicht werden.”

Hier geht´s zum aktuellen Angebot der Telekom

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