Allgemeine Informationen zu Versatel
Versatel zählt zu den führenden Unternehmen im Bereich der Telekommunikation. Auf dem Deutschen Markt werden Dienste für Sprache, Internet und Daten angeboten. Dabei richten sich die Angebote sowohl an Privatkunden, als auch an Geschäftskunden. Das Ziel in den operierenden Regionen ist, dass zum stärksten Anbieter aufgestiegen wird. Wenn der Gesamtumsatz als Basis dient, so ist Versatel in ganz Deutschland, das drittgrößte Telekommunikationsunternehmen, das mit eigener Infrastruktur arbeitet. Zum Ende des Jahres 2006 zählte das Unternehmen mehr als 600 000 Kunden und der Umsatz überstieg die Marke von 666 Millionen Euro. Inzwischen werden von Versatel 14 Standorte betrieben, an denen ca. 1400 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Die Präsenz von Versatel ist vor allem auf lokaler und regionaler Ebene sehr groß. So werden die Pakete in 12 von 16 Bundesländern angeboten. Außerdem operiert das Unternehmen auch noch in 32 der 50 größten Städte in Deutschland. Somit kann Versatel insgesamt mehr als 230 Städte mit seinen Angeboten versorgen, was in etwa einer Zahl von 9,7 Haushalten entspricht. Die Marktabdeckung macht 25 Prozent aus. Die Ausrichtung des gesamten Geschäftsmodels konzentriert sich auf die lokale und regionale Präsenz. Zu den Stärken des Unternehmens zählen der starke regionale Vertrieb, die lokal organisierte Betreuung für die Kunden und auch ein ganzes Netz von Verkaufsstellen, die vor Ort verfügbar sind.
Marktposition
Die starke Position auf dem Markt ist vor allem auf die eigene Infrastruktur von Versatel zurückzuführen. Als Basis dient dem Unternehmen ein Glasfasernetz, das auf dem neuesten Stand der Technik ist und in ganz Deutschland eine Gesamtlänge von 35 000 Kilometern erreicht. Dabei entfallen 26 000 der Kilometer auf regionale- oder Stadtnetze. Neben Versatel hat eben nur die Deutsche Telekom ein derart umfangreiches Netz in den Städten. Somit ist es dem Unternehmen möglich, dass dem Kunden die verschiedensten Leistungen im Bereich der Telekommunikation zur Verfügung gestellt werden können.
Geschichte von Versatel
Auch die Geschichte von Versatel ist äußerst interessant, da es das Unternehmen noch nicht so lange gibt. Die Gründung von Versatel ist im Jahre 1999 erfolgt und die Struktur wurde nach und nach durch die Übernahme von einigen Telefongesellschaften erweitert. Eine gute Basis wurde nicht lange nach der Gründung mit dem Kauf von VEW-Telnet geschaffen. Dabei handelte es sich um einen Telekommunikationsanbieter, der in Nordrhein-Westfalen operierte. VEW Telnet ist so dann auch gleich in Versatel Deutschland umbenannt worden. Schon ein Jahr später, im Jahr 2000, wurde mit KomTel aus Flensburg ein weiteres Unternehmen aufgekauft. Mittlerweile operiert das Unternehmen auch schon unter dem Namen Versatel Deutschland Holding GmbH und erwarb im März des Jahres 2003 die kompletten Anteile der Telefongesellschaften CompleTel und Tesion. Tesion war eine Tochtergesellschaft von EnBW und CompleTel zählte als Tochter zur ARQUES Industries-Gruppe. Als zunächst letztes Unternehmen wurde Ende 2003 dann noch die Berlikomm aufgekauft, wobei es sich um ein Tochterunternehmen der Berliner Wasserbetriebe gehandelt hat. Schon zum Ende diesen Jahres beliefen sich die Umsätze auf etwa 190 Millionen Euro. Zunächst galt als Muttergesellschaft der Versatel Deutschland Holding GmbH allerdings die Versatel Telecom International N.V., die ihren Sitz in Amsterdam hat. Im Juli 2005 kam es dann zu entscheidenden weiteren Schritten. In diesem Monat kam es zur Herauslösung aus dem Versatel-Verbund der Niederlande. Es folgte der Verkauft an Apax. Dabei handelte es sich um eine Private-Equity-Gesellschaft. Apax hatte damals die Tochtergesellschaft Tropolys, die sich dann mit Versatel verschmolzen hatte und so entstand das neue Unternehmen. Der CEO bei Versatel ist aktuell Peer Knauer, der zuvor schon die Tropolys Tochter geleitet hatte. Er und sein Stellvertreter werden im Anschluss vorgestellt. Sehr bedeutend für den weiteren Fortgang des Unternehmens dürfte auch der Aufkauf von 20,05 Prozent der Anteile durch United Internet sein. Durch diesen Vorgang ist dann auch der Aktienkurs gestiegen.
Der Börsengang
Der Erfolg von Versatel führte das Unternehmen Ende April 2007 auch gleich an die Börse. Der Emissionspreis betrug zunächst einmal 29 Euro an der Frankfurter Börse. Mittlerweile pendelt, mit Stand vom Dezember 2007, der Börsenkurs bei etwa 21-24 Euro. Versatel Deutschland hat auch einige Wettbewerber in der Bundesrepublik wie die Deutsche Telekom, Hansenet und auch Arcor. Diese sind teilweise auch an der Börse notiert. Wenn es um den Börsenkurs aktuell geht, so schneidet Versatel dabei sogar besser ab als die Telekom.
Der Vorstand
Kommen wir nun zu den führenden Persönlichkeiten bei Versatel. Peer Knauer absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutsch Bank AG und studierte im Anschluss daran Betriebswirtschaft. Schon 1993 bekam es das Diplom zum Kaufmann. Während er noch studierte hat er schon ein Großhandelsunternehmen gegründet, das Telekommunikation angeboten hatte. Im August 2000 wurde er an die Spitze des Unternehmens Tropolys GmbH berufen. Als dann die Versatel Gruppe Ende 2005 übernommen wurde, katapultierte ihn das an die Spitze dieses Unternehmens und dort leitet er auch heute (Stand: Dezember 2007) die Geschicke. Der zweite Mann hinter Peer Knauer ist Dr. Hai Cheng. Er ist ein promovierte Ingenieur aus dem Bereich der Nachrichtentechnik. Er hat sein Studium in China und Bochum abgeschlossen. Im Oktober 2000 hatte er den Posten vom Chief Technology Officer bei der Tropolys GmbH übernommen. Ähnlich, wie es auch bei Peer Knauer der Fall war, ging er dann aber auch zu Versatel über, wo er dann im März 2006 zum Geschäftsführer der Gesellschaft aufgestiegen ist.
Versatel Standorte
Wie bereits zu Anfangs erwähnt verfügt Versatel über mehrere Standorte. Die Zentrale des Unternehmens befindet sich in Düsseldorf und hinzukommen noch Standorte im Süden, Norden, Osten und Westen. So gibt es in der Region Süd die Versatel Süd-Deutschland GmbH, die in den Städten München, Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt am Main und Saarbrücken vertreten ist. Im Westen operiert folglich die Versatel West-Deutschland GmbH, die vertreten ist in Dortmund, Essen, Münster und Wuppertal. Die Versatel Nord GmbH hat ihren Standort in Flensburg. Auch im Osten gibt es Standorte, die unter der Versatel Ost GmbH zusammengefasst wurden. Dazu zählen die Standorte in Chemnitz, Jena, Dresden und Berlin. Zudem arbeitet im Osten auch die ddkom (Die Dresdner Telekommunikationsgesellschaft GmbH), die schon teilweise von Versatel aufgekauft wurde. Versatel möchte das Unternehmen in Zukunft komplett übernehmen.
Der Blick in die Zukunft
Auch die Zukunftsaussichten und Prognosen für Versatel stehen nicht schlecht. Das Ziel in den jeweiligen Regionen besteht darin, dass zum stärksten Anbieter der Region aufgestiegen wird. Auch in Zukunft sollen die vier Säulen des Geschäftsmodells den Erfolg sicherstellen. Diese Säulen werden vom Telekommunikationsanbieter schon immer berücksichtigt. Dabei handelt es sich um die starke lokale und regionale Präsenz, bei der der Markt zu 20 Prozent abgedeckt wird und auch um den regionalen Vertrieb. Zu den weiteren Säulen sind das sehr gut ausgebaute Netz an Verkaufsstellen vor Ort und auch die lokal organisierte Kundenbetreuung zu zählen. Ein Vorteil bei Versatel ist, dass aufgrund der eigenen Infrastruktur den Kunden die Leistungen im Bereich der Telekommunikation auch recht flexibel angeboten und gestaltet werden können. Bei Versatel steht auch der Multi-Segment-Ansatz im Vordergrund, bei dem das Verhältnis des Umsatzes zwischen Privatkunden, anderen Carriern und auch den Geschäftskunden ausgewogen sein soll. Versatel ist eine Konsolidierungsplattform, die erfolgreich operiert seit 1999. Auch der Aufkauf von regionalen Anbietern und die Integration ins Unternehmen erfolgten ohne Probleme. Das Unternehmen will auch in Zukunft diesen erfolgreichen Weg weiter beschreiten und dies mit der Wertlegung auf drei Schwerpunkte sicherstellen. Einer der Schwerpunkte ist das Wachstum im Kerngeschäft, wobei weiterhin vom Wachstum des deutschen Breitbandmarktes profitiert werden soll. Dabei sollen die regionalen Netze weiter gestärkt und zusätzliches Geld in die Infrastruktur investiert werden. Auch die Reichweite des Netzes soll noch erhöht werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Operational Excellence. Diese soll durch den Ausbau eines All-IP Next Generation Network gesichert werden. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die Kostenkontrolle gelegt werden. Schließlich gibt es noch den letzten Schwerpunkt, der auch zukünftig auf Akquisitionen liegen soll. Damit soll die Konsolidierung des Marktes weiter angetrieben werden.
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