B-Netz

Das B-Netz war ein analoges Mobilfunknetz und von 1972 bis Ende 1994 in Betrieb. Es war der Nachfolger des A-Netzes und stellte damit die zweite Mobilfunkgeneration dar. Im Vergleich zu seinem Vorgänger bot es einige weitreichende Verbesserungen. Der entscheidende Fortschritt war, dass die Verbindungen nun automatisch, also ohne „Fräulein vom Amt“, hergestellt werden konnten.

Dennoch musste auch im B-Netz der Anrufer wissen, in welchem Sendegebiet sich der gewünschte Gesprächspartner befand und dies durch eine bestimmte Vorwahl angeben. Eine Weitervermittlung bei Verlassen des Sendegebietes einer Funkfeststation fand auch nicht statt, so dass das Gespräch abbrach und wieder neu aufgebaut werden musste. Insgesamt gab es in der damaligen Bundesrepublik und West-Berlin 158 Sendegebiets-Zonen. Trotz des Umstandes mit den Funkzonen war im B-Netz sogar Roaming möglich, allerdings nur in Österreich, den Niederlanden und in Luxemburg.

Auch das B-Netz war ein reines Autotelefon-Mobilfunknetz, denn handliche Mobiltelefone gab es noch nicht. Die Endgeräte waren groß und schwer und zudem auch sehr teuer und daher kein Produkt für den Massenmarkt. Die Nutzer des B-Netzes waren deshalb hauptsächlich Politiker, Unternehmer und Prominente.

Anfangs gab es nur 38 Sprechkanäle. Dise Zahl wuchs aber 1980 auf 75 an, da nun die Kanäle des abgeschalteten A-Netzes genutzt werden konnten. Das B-Netz wurde aufgrund dieser Erweiterung in “B/B2-Netz” umbenannt. 1986 erreichte das B/B2-Netz seinen höchsten Ausbaustand mit ca. 27.000 Teilnehmern, wobei es alleine in West-Berlin 1.078 Teilnehmer gab.

Der Nachfolger des B/B2-Netzes war das C-Netz, das am 1. Mai 1985 seinen Betrieb aufnahm. Nach einem parallelen Betrieb beider Netze wurde das B-Netz am 31.12.1994 endgültig abgeschaltet.

Siehe auch: A-Netz, C-Netz, D-Netz

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