HanseNet: Glasfaser-Kooperation mit wilhelm.tel

Am vergangenen Freitag hat der Telekommunikationskonzern HanseNet aus Hamburg eine Kooperationsvereinbarung mit dem ebenfalls hamburgerischen Internetanbieter wilhelm.tel unterzeichnet. Bundesweit aktiv kennt man HanseNet vor allem durch die DSL-Marke Alice. Dem “Hamburger Abendblatt” konnte man entnehmen, daß den beiden Firmen in Zukunft viel daran liegt, den Glasfaserausbau Hamburgs gemeinsam zu erweitern und nach dem ersten Quartal des Jahres könne überdies gegen entsprechende Gebühr jeder der beiden Beteiligten das Breitband-Netz des anderen nutzen. Es wurde vonseiten der HanseNet über einen Sprecher bestätigt, daß für das Frühjahr eine erste Erprobung in Auftrag gegeben werde. Ab wann dann tatsächlich der “große” Netzzugang von beiden Seiten starten kann, wird auf den Grundlagen der Tests entschieden. HanseNet: Zugriff auf Highspeed-Internet

Der Provider HanseNet kann landesweit 2,4 Millionen Kunden vorweisen, 400 000 davon in der Hafenstadt. Derzeit verfügt er in Hamburg über ein nicht übermäßig großes Glasfaser-Testnetz in Eimsbüttel: Etwa 1 000 Anschlüsse werden hier durch eine 1 500 Meter lange Glasfaserleitung versorgt. Dem hat das Unternehmen Wilhelm.tel, das den Stadtwerken Norderstedt gehört, einen wesentlichen Vorsprung in Hamburg. Deren Tochtergesellschaft Willy.tel die ebenfalls in der Hansestadt ansässig ist hat inzwischen 600 km Glasfaserkabel verlegt und bietet damit inzwischen 230 000 Hamburger Nutzern Internet, das bis zu 100 Megabit in der Sekunde schafft sowie TV und Telefonie. Dem “Hamburger Abendblatt” ließ sich entnehmen, daß zukünftig obendrein Bandbreiten im Gigabit-Bereich möglich sein werden.

Vorteile für beide Geschäftspartner

Die Zusammenarbeit der beiden Konzerne haben großen Nutzen für beide Partner. Zitat von Theo Weirich, Geschäftsführer von wilhelm.tel: “Wir zeigen, dass es auch ohne den Schlag von oben geht und sehen uns als ein Modell für andere”. Eine gütliche Übereinkunft fanden die Konzerne schon bevor die Regulierungsbehörde beide Parteien zur Öffnung der Netze festlegen konnte. Die Nutzungsgebühren für die Glasfaser-Netze begleicht HanseNet zukünftig an wilhelm.tel und nicht mehr an die Telekom. Zeitgleich kann HanseNet ohne großen, finanziellen Aufwand sehr zeitnahe Internetanschlüsse anbieten in Gebieten die von wilhelm.tel schon erschlossen wurden. Einen Stichtag zudem die Interessierten die höheren Bandbreiten in Anspruch nehmen können kann HanseNet leider zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen. Die Firma wilhelm.tel gewinnt in erster Linie durch die Nutzungsgebühren seines neuen Mitspielers. Die Freude des Norderstedtischen Bürgermeister Hans-Joachim Grote ist natürlich dementsprechend groß. Umsätze der städtischen Tochterfirmen über solche Absprachen ohne zusätzlich noch zusätzlich finanzielle Mittel investieren zu müssen seien doch die “schönsten Geschäfte”.

Die aktuellen Angebote von Alice

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